Kategorie Archive: Turniere

Finalübertragung

31. Oktober 2020

Heute endet SeHers 2. Scrabblewoche mit den beiden Finalspielen zwischen Ingrid Nöth, Siegerin des ZEIT-Turniers 2017, und Ben Berger, der ein unglaubliches Turnier spielt und der Spitze der Elo-Rangliste zumindest wieder nahe kommen dürfte.

Update:
Nach zwei hochklassigen, bingoreichen Endspielen steht Ben Berger als Sieger der Scrabblewoche – und auch neue Nummer 1 der Elo-Rangliste fest. Herzlichen Glückwunsch!

Bei den Durchklick-Spielen ist auch wieder eine Quackle-Analyse integriert. Die Prozentzahlen beim 1. Spiel beziehen sich auf die Siegwahrscheinlichkeit dieser Partie, beim 2. Spiel beziehen sie sich auf die Wahrscheinlichkeit für den Turniersieg.

Die finale Gratulation mit Handschuhen

SeHers 2. Scrabblewoche startet

25. Oktober 2020

Zum ersten Mal seit März kommen am heutige Sonntag Scrabblerinnen und Scrabbler zusammen, um im Rahmen eines Turniers den Sieg auszuspielen.

Das hessische Bad Wildungen ist Austragungort der diesjährigen Scrabblewoche, die in der Tradition des früheren ZEIT-Turniers steht.

Natürlich hat Corona auch auf diese Veranstaltung großen Einfluss, was sich an einer in etwa halbierten Teilnehmerzahl, dem erstmaligen Einsatz der Plexiglasscheiben zwischen den Spielern und die Reduzierung der Rundenzahl auf 20, um die Hygienemaßnahmen bestmöglich umsetzen zu können, zeigt.

Gespielt wird am Montag – zu den Favoriten für den Einzug ins Halbfinale am Freitag-Nachmittag zählen Vorjahressieger Theo Kardel sowie Claudia Aumüller und Jürgen Miguletz, die im Vorjahr Platz 1 und 2 der Hauptrunde belegten und natürlich Ben Berger, der gemäß Elo-Rangliste an Nummer 1 gesetzt ist.

Weitere Absage: Wolpertinger Cup

20. Oktober 2020

Leider muss auch der Wolpertinger Cup in diesem Jahr wegen der Corona-Krise abgesagt werden.

Insbesondere der hohe Inzidenzwert in München und die daher geltenden Bestimmungen machen eine verantwortungsvolle Austragung auch nach Rücksprache mit den Verantwortlichen des Veranstaltungsorts unmöglich.

Wehmut zu Christi Himmelfahrt:
Endgültige Absage der DM 2020

26. Mai 2020

Foto: Martina Wedel

Der Vorstand von Scrabble Deutschland e. V. hat die Deutsche Meisterschaft 2020, die ursprünglich nur auf unbestimmte Zeit verschoben wurde, im Hinblick auf die bisherige Entwicklung der Corona-Krise nun mit großem Bedauern ersatzlos gestrichen.

Zu gern hätten wir im Laufe des vergangenen Wochenendes oder wenigstens später im Jahr einen deutschen Meister oder eine deutsche Meisterin 2020 gekürt. Und nicht wenige der ursprünglich angemeldeten Teilnehmer werden am langen Wochenende durchaus wehmütig an die vergangenen Jahre gedacht haben, aber es hat nicht sollen sein. Martina Wedel, die ursprünglich ein Werbebanner mit nach Rotenburg/Fulda mitbringen sollte, hat das mit dem hier dargestellten Foto besonders schön zum Ausdruck gebracht. Hoffen wir, dass das Banner im nächsten Jahr wieder zu seinem bestimmungsgemäßen Gebrauch kommt und wir mit möglichst vielen Mitspielern gemeinsam mit dem Banner posieren und vor allem spielen können.

Der Vorstand

10. S(CH)RABBLE in St. Gallen: Denkwürdig in jeder Hinsicht

16. März 2020

von Hans Trachsel

Die Teilnehmerzahl schrumpfte und schrumpfte wegen Corona, schliesslich nahmen noch 23 Unentwegte das Turnier in Angriff. Ursi Zurflüh konnte am 2. Tag nicht mehr antreten. Doch 22 Könnerinnen und Könner spielten fertig und waren mit voller Intensität dabei.

Den Siegespreis entführte Liesbeth Schön nach Wien. Sie ist zurzeit gross in Form, denn im Dezember hatte sie bereits den Wolpertinger in München zur Strecke gebracht. Die frisch pensionierte Gymnasiallehrerin verfügt über einen grossen Wortschatz und ist auch taktisch beschlagen. Spektakulär kam ihr knapper Sieg über Turnierorganisator Lorenz Knöpfli zustande: Dieser zweifelte den Abschlusszug *GOLEM nur deshalb nicht an, weil er sich als knapper Sieger wähnte und kein Risiko laufen wollte. Ein folgenschwerer Irrtum: Beim Nachrechnen ging der hauchdünne Sieg an Liesbeth.

Wie schon letztes Jahr erreichte Nadja Dobesch das Finale. Es gab unterwegs auch Stolperer, doch zum Schluss war sie die beste der Verfolger(innen). Hier blieb ihr das nun schon einige Zeit anhaltende Pech treu. Liesbeth begann mit dem schönen Bingo SABINER und holte etwas später mit der angezweifelten Form GEWÄNNET nochmals viele Punkte. Mit REUTEND machte sie endgültig alles klar. Nadja kam nur mit viel (Tausch-)Aufwand zu ihrem ersten Bingo (FIRMEND), später kam noch ENTBEHRE dazu. «Diesmal hab ich mir nichts vorzuwerfen, es war von den Buchstaben her einfach nicht zu gewinnen», kommentierte sie sachlich.

Letztes Jahr war das anders gewesen: Nadja verpasste es, Bens nach langem Brüten aufs Brett gebrachte OCKERM anzuzweifeln und vergab damit wohl den Turniersieg. In Hamburg passierte ihr im Mai dann nochmals Ähnliches. Fazit: Sieben Top-Ten-Klassierungen 2019, aber kein Sieg. Bei dieser Beständigkeit ist anzunehmen, dass es in nächster Zeit wieder mal klappen könnte.

Lorenz zeigte sowohl als Spieler wie auch als Organisator eine Riesenleistung. Dank seiner Unerschütterlichkeit im Hagel der Absagen und ständig verschärfter behördlicher Massnahmen kam das kleine Jubiläum überhaupt erst zustande. Die Hygienemassnahmen wurden befolgt, die Stimmung war gut – ein grosses Bravo geht an Lorenz und sein Team.

Als Spieler schrammte Lorenz knapp am Finale vorbei und wurde schliesslich Dritter. Das war er in St. Gallen schon zweimal. Den Beweis hat er erbracht: Er kann noch mehr schaffen, wenn alles stimmt. Alle drei teilnehmenden Länder auf dem Podest – Symbol für den guten Geist, der trotz äusserer Widrigkeiten das Turnier beseelte. Stadtrat Markus Buschor fasste das aus Sicht der Gastgeberstadt in passende Worte: Es sei gesellschaftlich, sozial und sportlich von grossem Wert, dass das Turnier stattgefunden habe – mit grosszügiger Unterstützung der Stadt, wie dankend beigefügt sei.

Ein Highlight nicht nur aus Schweizer Sicht war die Leistung der Bündnerin Nesa Wyss, die immer mit neuen Grosstaten aufwartet. Hatte sie letztes Jahr mit einem Kantersieg gegen den nachmaligen Turniergewinner Ben Berger aufhorchen lassen mussten dieses Jahr sowohl Blanca als auch Ulla und die Finalistin Nadja dranglauben. Verdienter sechster Platz, da ist noch viel möglich bei soviel Beharrlichkeit und Willenskraft. Der Schreibende und Blanca, die im letzten Spiel aufeinandertrafen, sind deutlich weiter hinten klassiert.

Wegen etlicher knapper Niederlagen holte Erika Hadorn, die sowohl gegen Blanca wie gegen Maria Feige gewann, den undankbaren Pechvogelpreis. Und Ursi Zurflüh, auch im Helferteam engagiert, zeigte, was in ihr steckt. Zu Beginn besiegte sie als einige der Wenigen Liesbeth Schön und holte ein Unentschieden gegen Ulrike Brodkorb. Was wär da wohl noch gekommen, wenn sie hätte zu Ende spielen können.

Ein in jeder Hinsicht denkwürdiges Turnier wird uns in guter Erinnerung bleiben, das bestätigten alle, die ich befragt habe. Man kann nur wünschen, dass es nächstes Jahr von den äusseren Widrigkeiten verschont bleibt, die ihm heuer fast das Lebenslichtlein ausgeblasen hätten.

St. Gallen: Jubiläum unter schwierigen Vorzeichen

11. März 2020

Aktuell:
nach dem Turnier
Das Spitzenduo Liesbeth Schön und Nadja Dobesch gab sich in den letzten Runden keine Blöße mehr. Die Paarungen in den letzten Partien überraschten dabei einige, wenn nicht alle. Manch direktes Aufeinandertreffen von nah beieinander Platzierten gab es nicht, dafür spielten einige gegen tabellarisch weiter Entfernte. Die Ursache hierfür ist, dass das bewährte Schweizer System an seine Grenzen kommt (und sich die gute Absicht ins Gegenteil verkehrt), wenn die Rundenzahl im Vergleich zur Teilnehmerzahl relativ hoch ist (und 13 Runden bei final 22 Mitspielern ist „relativ hoch“). Da bei Ausschreibung und Vorbereitung die drastisch reduzierte Spieleranzahl nicht erwartet werden konnte, war das Problem nicht absehbar.
Daran, dass sich Liesbeth und Nadja die Finalteilnahme verdient hatten, besteht ohnehin kein Zweifel. Hier setzte sich Liesbeth durch und holt den Titel erstmals nach Österreich. Das Siegerfoto zeigt die beiden zusammen mit dem Drittplatzierten und Ausrichter Lorenz Knöpfli sowie dem für Bildung und Freizeit zuständigen Stadtrat Markus Buschor – alle in gebührendem Corona-Abstand.
Allen Heimreisenden wünschen wir problemlose Grenzüberschreitungen, funktionierende Verkehrsmittel, einen gesunden Umgang mit etwaigen Quarantäne-Empfehlungen und – natürlich das Wichtigste – gute Gesundheit bzw. im Fall der Fälle einen milden Verlauf.

nach Tag 2 (11 von 13 Runden)
Vor den letzten beiden Spielen in der Hautrunde steht Liesbeth Schön bereits mit einem Bein im Finale. 1,5 Siegpunkte Vorsprung auf die nächststärksten Verfolgerinnen Andrea Sievers und Nadja Dobesch, die durch ein Remis im direkten Aufeinandertreffen mit der „krummen“ Siegpunktzahl in der Tabelle stehen. Und nur einen halben Siegpunkt dahinter lauert ein deutsch-schweizerisches Quartett.
Ihren deutlichen Vorsprung verdankt Liesbeth u.a. ihrem nicht angezweifelten und damit siegbringenden Schlusszug *GOLEM. Das legendäre Wesen steht zwar im Duden, ist aber als Name eingestuft und daher nicht gültig.

Ein weiterer spektakulärer „Phoney“ überlebte die Anzweiflung nicht: das *HUMPENFEST. Dies gelangte quasi zufällig aufs Spielbrett einer Partie, als beim Legen des Wortes HUMPEN übersehen wurde, dass die Nachbarfelder schon belegt waren. Eine hochschiedsrichterliche Prüfung war die Folge.

Zudem durfte ein weiteres Mal ein 1000. Spiel gefeiert werden. Nun kommt auch Maria „Mixy“ Feige auf diese großartige Zahl. Die ehemalige ZEIT-Turnier-Siegerin, Deutsche Meisterin und Fairmasters-Gewinnerin wurde in den „Club der 1000er“ aufgenommen.

nach Tag 1 (4 von 13 Runden)
Mit Blick auf die rein „sportliche“ Lage: Wenn bei 23 Teilnehmern die Nummer 12 der Setzliste einzig ungeschlagen durch den ersten Tag kommt, spricht das für ein spannendes Turnier. Im Duell der bis dahin Ungeschlagenen ging es zwischen Patricia Mang und Stefan Merx sehr knapp zu. Patricia blieben 9 Sekunden auf der Uhr, Stefans Uhr lief noch ins Minus, so dass aus dem 2-Punkte-Sieg noch ein 12-Punkte-Abstand wurde.
Hinter Patricia haben sich mit Nadja Dobesch und Ulla Trappe die beiden Topgesetzten eingefunden.
Beide Neulinge konnten auch schon siegen, Patrick Funke beendet den ersten Tag mit ausgeglichener Bilanz.

zum Turnierstart
Auch kurzfristig mussten noch mehrere Teilnehmer absagen, darunter auch Titelverteidiger Ben Berger. Mit 23 Spielern konnte das Turnier letztlich beginnen. Die ersten Ergebnisse sind nun eingetroffen.

Vorbericht
Die 10. Ausgabe des St. Galler S(CH)rabble-Turniers findet in schwierigen Zeiten statt; das Corona-Virus hält auch die Scrabble-Gemeinschaft in Atem. So litt die Teilnehmerliste in den letzten Tagen unter nachvollziehbaren Absagen. Dennoch wird sich ein attraktives Teilnehmerfeld im Adlersaal einfinden; die Top 4 des Vorjahres ist (Stand jetzt) komplett dabei. Kann Ben Berger seinen Titel verteidigen? Wird Nadja Dobesch wieder ins Finale einziehen – und kann sie dann sogar den Sieg holen?

Überragender Timon holt Wilma-Titel und Elo-Spitze

8. März 2020


In überragender Manier absolvierte Timon Boerner die „Round Robin“ beim zweiten Wilma-Cup in Berlin und besiegte 16 der 17 angetretenen Gegner; lediglich Tatjana Beckmann fügte ihm eine Niederlage zu. Mit gebührendem Abstand, aber dennoch einer sehr starken Leistung schaffte es Martina Wedel auf Platz 2. Dritte wurde Claudia Aumüller.
Beim vierten Turnier seit Anfang Februar kommt es zum vierten Mal zu einem Wechsel an der Spitze der Elo-Rangliste. Timon steht nun wieder vorne. In der kommenden Woche ist der derzeitige Dritte Ben Berger in St. Gallen im Einsatz – kann er die kuriose Serie fortsetzen?
Aber nicht nur Timon war überragend, auch das gesamte Teilnehmerfeld sorgte für einen Rekord: Der Punkteschnitt von über 407 Punkten löst den gerade erst in Mannheim aufgestellten Rekord für „normale Turniere“ schon wieder ab, lediglich die Ligen der Champions 2017 und 2019 erzielten einen noch besseren Wert.

Wilma-Cup mit besonderem Modus

5. März 2020

Betrachtet man die Teilnehmerzahl, so ist der Wilma-Cup weiterhin das „kleine“ Berliner Turnier. Schon der Blick auf die Zahl der Spielrunden relativiert aber diesen Eindruck. Und in der Kombination ermöglichen 18 Teilnehmer und 17 Runden sogar eine besondere Möglichkeit; es kann „jeder gegen jeden“ spielen, fairer kann ein Modus nicht sein.

Das Siegertreppchen muss komplett neu besetzt werden, denn Martin Gahlow, Jürgen Miguletz und Rolf Yadig sind diesmal allesamt nicht am Start.
Favorit ist diesmal Timon Boerner, der seinen im Februar zurückeroberten Platz an der Elo-Spitze schon wieder hergeben musste. Geht das muntere Wechselspiel weiter und kann Timon schon in Berlin wieder die Nummer 1 werden?

Bei seinen letzten vier Turnieren landete Timon jeweils auf dem Treppchen, stand aber nie ganz oben. Es wird mit Sicherheit spannend!

Nürnberg: „Durchklickspiel“

2. März 2020

Eines der punktreichsten Spiele des Nürnberger Turniers lässt sich nun Wort für Wort durchklicken – die Quackle-Analyse ist integriert. Wer selbst denken möchte, lässt sie sich natürlich nicht direkt anzeigen:

Erneuter Wechsel an der Elo-Spitze

24. Februar 2020

Das Nürnberger Turnier brachte einen erneuten Führungswechsel in der Elo-Rangliste. Der Turniersieg ohne Niederlage macht Alexander Dings zur neuen Nummer 1. Seit März 2014 gab es ein Hin und Her zwischen Ben Berger und Timon Boerner. Nun steht nach langer Zeit wieder ein anderer Name ganz vorne. Können B & B noch einmal zurückschlagen? Timon hat die Gelegenheit beim Wilma-Cup Anfang März, Ben (spätestens) eine Woche später in St. Gallen.