Termin für St. Gallen 2021 steht

21. März 2020

Es spricht für die Scrabble-Freunde in St. Gallen, dass sie auch in der aktuellen Krise nach vorne schauen! Lorenz Knöpfli hat den Termin für das kommende Jahr mitgeteilt: 19.-21.03.2021. Der wunderschöne Spielsaal ist schon reserviert …

Scrabble Deutschland: Alle Vereinsaktivitäten liegen für unbestimmte Zeit auf Eis

21. März 2020

Liebe Scrabble-Freunde,

die Corona-Pandemie hat Deutschland, Europa und die Welt fest im Griff. Mit Appellen, auf soziale Kontakte zu verzichten, aber auch mit Reiseverboten und Ausgangssperren versuchen die Behörden, die Ausweitung zu verlangsamen oder einzudämmen.

Der Vorstand von Scrabble Deutschland e. V. sieht daher keine andere Möglichkeit, als alle Vereinsaktivitäten auf unbestimmte Zeit auf Eis zu legen. Alle Turniere bis Ende Mai sind bereits abgesagt, bzgl. etwaiger Nachholtermine müssen wir die Entwicklung abwarten.

Alle Mitglieder unseres Vereins wurden am 20.03.2020 in ausführlicher Form per Mail informiert.

Wir bleiben am Ball – bleibt gesund!

Euer Vorstand

Mitgliederversammlung 28.03.20 auf unbestimmte Zeit verschoben

16. März 2020

Liebe Mitglieder,

Der Vorstand von Scrabble Deutschland e. V. hat beschlossen, wegen der Corona-Epidemie die für den 28. März 2020 geplante Mitgliederversammlung samt Rahmenturnier auf unbestimmte Zeit zu verschieben.

Über einen Ersatztermin werden wir rechtzeitig informieren.

Bzgl. der weiteren Turniere und nicht zuletzt der deutschen Meisterschaft Ende Mai in Rotenburg/Fulda werden wir – in Absprache mit den jeweiligen Ausrichtern vor Ort – frühzeitig kommunizieren, ob die Veranstaltungen stattfinden können.

Bleibt gesund!

Euer Vorstand

10. S(CH)RABBLE in St. Gallen: Denkwürdig in jeder Hinsicht

16. März 2020

von Hans Trachsel

Die Teilnehmerzahl schrumpfte und schrumpfte wegen Corona, schliesslich nahmen noch 23 Unentwegte das Turnier in Angriff. Ursi Zurflüh konnte am 2. Tag nicht mehr antreten. Doch 22 Könnerinnen und Könner spielten fertig und waren mit voller Intensität dabei.

Den Siegespreis entführte Liesbeth Schön nach Wien. Sie ist zurzeit gross in Form, denn im Dezember hatte sie bereits den Wolpertinger in München zur Strecke gebracht. Die frisch pensionierte Gymnasiallehrerin verfügt über einen grossen Wortschatz und ist auch taktisch beschlagen. Spektakulär kam ihr knapper Sieg über Turnierorganisator Lorenz Knöpfli zustande: Dieser zweifelte den Abschlusszug *GOLEM nur deshalb nicht an, weil er sich als knapper Sieger wähnte und kein Risiko laufen wollte. Ein folgenschwerer Irrtum: Beim Nachrechnen ging der hauchdünne Sieg an Liesbeth.

Wie schon letztes Jahr erreichte Nadja Dobesch das Finale. Es gab unterwegs auch Stolperer, doch zum Schluss war sie die beste der Verfolger(innen). Hier blieb ihr das nun schon einige Zeit anhaltende Pech treu. Liesbeth begann mit dem schönen Bingo SABINER und holte etwas später mit der angezweifelten Form GEWÄNNET nochmals viele Punkte. Mit REUTEND machte sie endgültig alles klar. Nadja kam nur mit viel (Tausch-)Aufwand zu ihrem ersten Bingo (FIRMEND), später kam noch ENTBEHRE dazu. «Diesmal hab ich mir nichts vorzuwerfen, es war von den Buchstaben her einfach nicht zu gewinnen», kommentierte sie sachlich.

Letztes Jahr war das anders gewesen: Nadja verpasste es, Bens nach langem Brüten aufs Brett gebrachte OCKERM anzuzweifeln und vergab damit wohl den Turniersieg. In Hamburg passierte ihr im Mai dann nochmals Ähnliches. Fazit: Sieben Top-Ten-Klassierungen 2019, aber kein Sieg. Bei dieser Beständigkeit ist anzunehmen, dass es in nächster Zeit wieder mal klappen könnte.

Lorenz zeigte sowohl als Spieler wie auch als Organisator eine Riesenleistung. Dank seiner Unerschütterlichkeit im Hagel der Absagen und ständig verschärfter behördlicher Massnahmen kam das kleine Jubiläum überhaupt erst zustande. Die Hygienemassnahmen wurden befolgt, die Stimmung war gut – ein grosses Bravo geht an Lorenz und sein Team.

Als Spieler schrammte Lorenz knapp am Finale vorbei und wurde schliesslich Dritter. Das war er in St. Gallen schon zweimal. Den Beweis hat er erbracht: Er kann noch mehr schaffen, wenn alles stimmt. Alle drei teilnehmenden Länder auf dem Podest – Symbol für den guten Geist, der trotz äusserer Widrigkeiten das Turnier beseelte. Stadtrat Markus Buschor fasste das aus Sicht der Gastgeberstadt in passende Worte: Es sei gesellschaftlich, sozial und sportlich von grossem Wert, dass das Turnier stattgefunden habe – mit grosszügiger Unterstützung der Stadt, wie dankend beigefügt sei.

Ein Highlight nicht nur aus Schweizer Sicht war die Leistung der Bündnerin Nesa Wyss, die immer mit neuen Grosstaten aufwartet. Hatte sie letztes Jahr mit einem Kantersieg gegen den nachmaligen Turniergewinner Ben Berger aufhorchen lassen mussten dieses Jahr sowohl Blanca als auch Ulla und die Finalistin Nadja dranglauben. Verdienter sechster Platz, da ist noch viel möglich bei soviel Beharrlichkeit und Willenskraft. Der Schreibende und Blanca, die im letzten Spiel aufeinandertrafen, sind deutlich weiter hinten klassiert.

Wegen etlicher knapper Niederlagen holte Erika Hadorn, die sowohl gegen Blanca wie gegen Maria Feige gewann, den undankbaren Pechvogelpreis. Und Ursi Zurflüh, auch im Helferteam engagiert, zeigte, was in ihr steckt. Zu Beginn besiegte sie als einige der Wenigen Liesbeth Schön und holte ein Unentschieden gegen Ulrike Brodkorb. Was wär da wohl noch gekommen, wenn sie hätte zu Ende spielen können.

Ein in jeder Hinsicht denkwürdiges Turnier wird uns in guter Erinnerung bleiben, das bestätigten alle, die ich befragt habe. Man kann nur wünschen, dass es nächstes Jahr von den äusseren Widrigkeiten verschont bleibt, die ihm heuer fast das Lebenslichtlein ausgeblasen hätten.

St. Gallen: Jubiläum unter schwierigen Vorzeichen

11. März 2020

Aktuell:
nach dem Turnier
Das Spitzenduo Liesbeth Schön und Nadja Dobesch gab sich in den letzten Runden keine Blöße mehr. Die Paarungen in den letzten Partien überraschten dabei einige, wenn nicht alle. Manch direktes Aufeinandertreffen von nah beieinander Platzierten gab es nicht, dafür spielten einige gegen tabellarisch weiter Entfernte. Die Ursache hierfür ist, dass das bewährte Schweizer System an seine Grenzen kommt (und sich die gute Absicht ins Gegenteil verkehrt), wenn die Rundenzahl im Vergleich zur Teilnehmerzahl relativ hoch ist (und 13 Runden bei final 22 Mitspielern ist „relativ hoch“). Da bei Ausschreibung und Vorbereitung die drastisch reduzierte Spieleranzahl nicht erwartet werden konnte, war das Problem nicht absehbar.
Daran, dass sich Liesbeth und Nadja die Finalteilnahme verdient hatten, besteht ohnehin kein Zweifel. Hier setzte sich Liesbeth durch und holt den Titel erstmals nach Österreich. Das Siegerfoto zeigt die beiden zusammen mit dem Drittplatzierten und Ausrichter Lorenz Knöpfli sowie dem für Bildung und Freizeit zuständigen Stadtrat Markus Buschor – alle in gebührendem Corona-Abstand.
Allen Heimreisenden wünschen wir problemlose Grenzüberschreitungen, funktionierende Verkehrsmittel, einen gesunden Umgang mit etwaigen Quarantäne-Empfehlungen und – natürlich das Wichtigste – gute Gesundheit bzw. im Fall der Fälle einen milden Verlauf.

nach Tag 2 (11 von 13 Runden)
Vor den letzten beiden Spielen in der Hautrunde steht Liesbeth Schön bereits mit einem Bein im Finale. 1,5 Siegpunkte Vorsprung auf die nächststärksten Verfolgerinnen Andrea Sievers und Nadja Dobesch, die durch ein Remis im direkten Aufeinandertreffen mit der „krummen“ Siegpunktzahl in der Tabelle stehen. Und nur einen halben Siegpunkt dahinter lauert ein deutsch-schweizerisches Quartett.
Ihren deutlichen Vorsprung verdankt Liesbeth u.a. ihrem nicht angezweifelten und damit siegbringenden Schlusszug *GOLEM. Das legendäre Wesen steht zwar im Duden, ist aber als Name eingestuft und daher nicht gültig.

Ein weiterer spektakulärer „Phoney“ überlebte die Anzweiflung nicht: das *HUMPENFEST. Dies gelangte quasi zufällig aufs Spielbrett einer Partie, als beim Legen des Wortes HUMPEN übersehen wurde, dass die Nachbarfelder schon belegt waren. Eine hochschiedsrichterliche Prüfung war die Folge.

Zudem durfte ein weiteres Mal ein 1000. Spiel gefeiert werden. Nun kommt auch Maria „Mixy“ Feige auf diese großartige Zahl. Die ehemalige ZEIT-Turnier-Siegerin, Deutsche Meisterin und Fairmasters-Gewinnerin wurde in den „Club der 1000er“ aufgenommen.

nach Tag 1 (4 von 13 Runden)
Mit Blick auf die rein „sportliche“ Lage: Wenn bei 23 Teilnehmern die Nummer 12 der Setzliste einzig ungeschlagen durch den ersten Tag kommt, spricht das für ein spannendes Turnier. Im Duell der bis dahin Ungeschlagenen ging es zwischen Patricia Mang und Stefan Merx sehr knapp zu. Patricia blieben 9 Sekunden auf der Uhr, Stefans Uhr lief noch ins Minus, so dass aus dem 2-Punkte-Sieg noch ein 12-Punkte-Abstand wurde.
Hinter Patricia haben sich mit Nadja Dobesch und Ulla Trappe die beiden Topgesetzten eingefunden.
Beide Neulinge konnten auch schon siegen, Patrick Funke beendet den ersten Tag mit ausgeglichener Bilanz.

zum Turnierstart
Auch kurzfristig mussten noch mehrere Teilnehmer absagen, darunter auch Titelverteidiger Ben Berger. Mit 23 Spielern konnte das Turnier letztlich beginnen. Die ersten Ergebnisse sind nun eingetroffen.

Vorbericht
Die 10. Ausgabe des St. Galler S(CH)rabble-Turniers findet in schwierigen Zeiten statt; das Corona-Virus hält auch die Scrabble-Gemeinschaft in Atem. So litt die Teilnehmerliste in den letzten Tagen unter nachvollziehbaren Absagen. Dennoch wird sich ein attraktives Teilnehmerfeld im Adlersaal einfinden; die Top 4 des Vorjahres ist (Stand jetzt) komplett dabei. Kann Ben Berger seinen Titel verteidigen? Wird Nadja Dobesch wieder ins Finale einziehen – und kann sie dann sogar den Sieg holen?

Nachtrag Wilma-Turnier Berlin

9. März 2020

Nachstehend noch eine Fotogalerie von dem kleinen, aber feinen Turnier in der Hauptstadt. Veranstalter Manuel Müller übersandte diese mit dem Begleittext:

Zwei bemerkenswerte Fakten sollten noch hinzugefügt werden zur Wilma-Berichterstattung: Der hohe Sieg von Khan Nguyen gegen Udo Kampen, der in die Hall of Fame kommt: 681-331. Und eben jener Udo, der von den ersten 14 Spielen kein einziges gewinnen konnte, der aber trotzdem nicht aufgegeben hat und dann von den letzten drei Spielen dann noch zwei gewann.

Der Veranstalter bedankt sich bei den Teilnehmern und bei den vielen fleißigen Helfern, die das Turnier zu einem wunderbaren Erlebnis für alle gemacht haben! Die Stimmung war hervorragend, alle waren mit Freude dabei – und der Modus „Jeder-gegen-jeden“ fand einen großen Anklang bei den Teilnehmern. „Nachahmer“ in anderen Städten sind sehr gerne willkommen…

 

Überragender Timon holt Wilma-Titel und Elo-Spitze

8. März 2020


In überragender Manier absolvierte Timon Boerner die „Round Robin“ beim zweiten Wilma-Cup in Berlin und besiegte 16 der 17 angetretenen Gegner; lediglich Tatjana Beckmann fügte ihm eine Niederlage zu. Mit gebührendem Abstand, aber dennoch einer sehr starken Leistung schaffte es Martina Wedel auf Platz 2. Dritte wurde Claudia Aumüller.
Beim vierten Turnier seit Anfang Februar kommt es zum vierten Mal zu einem Wechsel an der Spitze der Elo-Rangliste. Timon steht nun wieder vorne. In der kommenden Woche ist der derzeitige Dritte Ben Berger in St. Gallen im Einsatz – kann er die kuriose Serie fortsetzen?
Aber nicht nur Timon war überragend, auch das gesamte Teilnehmerfeld sorgte für einen Rekord: Der Punkteschnitt von über 407 Punkten löst den gerade erst in Mannheim aufgestellten Rekord für „normale Turniere“ schon wieder ab, lediglich die Ligen der Champions 2017 und 2019 erzielten einen noch besseren Wert.

Wilma-Cup mit besonderem Modus

5. März 2020

Betrachtet man die Teilnehmerzahl, so ist der Wilma-Cup weiterhin das „kleine“ Berliner Turnier. Schon der Blick auf die Zahl der Spielrunden relativiert aber diesen Eindruck. Und in der Kombination ermöglichen 18 Teilnehmer und 17 Runden sogar eine besondere Möglichkeit; es kann „jeder gegen jeden“ spielen, fairer kann ein Modus nicht sein.

Das Siegertreppchen muss komplett neu besetzt werden, denn Martin Gahlow, Jürgen Miguletz und Rolf Yadig sind diesmal allesamt nicht am Start.
Favorit ist diesmal Timon Boerner, der seinen im Februar zurückeroberten Platz an der Elo-Spitze schon wieder hergeben musste. Geht das muntere Wechselspiel weiter und kann Timon schon in Berlin wieder die Nummer 1 werden?

Bei seinen letzten vier Turnieren landete Timon jeweils auf dem Treppchen, stand aber nie ganz oben. Es wird mit Sicherheit spannend!