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SWR-Beitrag zum Welt-Scrabble-Tag

13. April 2026

Von Thomas Bartsch

Am 13. April 1899, also vor 127 Jahren, wurde der Amerikaner Alfred Mosher Butts geboren – der Erfinder des Spiels Scrabble, das er in den 1930er Jahren entwickelte. Aus diesem besonderen Anlass hat der SWR den Scrabble-Club Rhein-Neckar kontaktiert, um einen Fernsehbeitrag für die regionale Nachrichtensendung SWR Aktuell zu produzieren.

Ein paar Einblicke in das Making-of: Die SWR-Redaktion meldete sich relativ kurzfristig, nur vier Tage vor der geplanten Ausstrahlung, bei uns und fragte, ob unser Club am Sonntag ein Treffen hätte. Da das reguläre Treffen im April schon am Karfreitag in Mannheim stattgefunden hatte, organisierten wir kurzfristig einen Sondertermin – diesmal in privaten Räumen, da unser übliches Spiellokal wegen Familienfeiern belegt war. So fanden sich acht Spielerinnen und Spieler zusammen, darunter unsere älteste Teilnehmerin Liane Siebeck (81 Jahre) sowie unser jüngstes Mitglied Fabian Kester (29 Jahre).

Redakteur Benjamin Böhm erschien zusammen mit seinem Kameramann und besprach mit uns kurz die geplanten Szenen für den etwa zweiminütigen Fernsehbeitrag. Da beim Scrabble naturgemäß nicht allzu viel Action herrscht, wurden zunächst ein paar Alltagsszenen nachgestellt: das Auspacken des Spielbretts, das Entnehmen der Uhr, das Auslosen der Spielpartner sowie das Ziehen der Steine aus dem Beutel.

Anschließend starteten wir an vier Brettern parallel mit dem Spiel. Ein normales Spiel war dabei jedoch kaum möglich – immer wieder mussten Spielzüge wiederholt, die Uhr erneut gedrückt oder das Brett noch einmal in Position gebracht werden. Einzelne Züge, die jedoch nicht gestellt waren, wurden später besonders gefilmt. So wurde der Anfangszug „HUHNS“ dreimal aufgenommen, einschließlich der Erklärung, dass es sich hierbei um den Genitiv handelt. Und ob der Bingo „PENNERS“ es in den Beitrag geschafft hat, wissen wir am Montagmorgen noch nicht.

Um verschiedene Perspektiven einzufangen, brachte das Team eine kleine GoPro-Kamera auf dem Spielfeld an. Und nicht selten stand die Kamera genau an der Stelle, auf die man seinen nächsten Zug platzieren wollte. Während des Spiels wurden den Teilnehmenden zudem verschiedene Fragen gestellt – etwa danach, was die Faszination des Spiels ausmacht. So sammelte das Team mindestens 20 Minuten Interviewmaterial.

Geplant war ursprünglich ein Dreh von etwa einer Stunde; die beiden SWR-Mitarbeiter hatten jedoch so viel Spaß in der Runde, dass sie letztlich über zwei Stunden blieben. Der Beitrag ist unter diesem Link zu finden (ab 24:12 min): https://www.ardmediathek.de/video/swr-aktuell-baden-wuerttemberg/sendung-19-30-uhr-vom-13-4-2026/swr-bw/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIzMTM2ODI.

Timon gewinnt zum dritten Mal den Wolpertinger Cup

13. April 2026

Bereits in der vorletzten Runde stand es fest: Der als Favorit ins Rennen gegangene Timon Boerner erjagte den Wolpertinger. Lediglich – aber immerhin! – Stefan Merx und Johann-Georg Dengel, der auf dem 2. Platz landete, konnten ihm einen Punkt abknöpfen. Timon hat nun bei seinen Wolpertinger-Teilnahmen eine sensationelle Bilanz von 50 Siegen zu 6 Niederlagen, und das bei einem traditionell recht starken Feld in München. Dritter wurde Christoph Farkas. Uschi Müller, die Vorjahressiegerin, verpasste als Vierte knapp das Treppchen.  Wir gratulieren allen herzlich! Mit Timons Turniersieg gibt es auch einen Wechsel an der Spitze der Elo-Rangliste, denn er überholt nun seine Schwester Livia um einen Punkt.

Das Turnier war äußerst spannend, lustig und harmonisch – der Spielsaal in Pasing hat sich bewährt und am Samstag zeigte sich auch das Frühlingswetter von seiner Schokoladenseite, so dass der Ausblick auf den 12. Wolpertinger Cup 2027 recht vielversprechend ist. Ein Datum steht noch nicht fest. 

Saarland: Turniersieg für Patricia

29. März 2026

Nicht die hier im Vorfeld genannten Favoriten schafften den Sprung auf das Siegertreppchen beim Saarland-Cup in Homburg, sondern drei Damen. Ganz oben Patricia Mang, die hiermit erstmals ein Turnier auf dem Spitzenrang beenden konnte. Ihre 12:2-Bilanz ist umso beeindruckender, da sie mit einer Niederlage ins Turnier startete. Ihre einzige Niederlage im weiteren Verlauf war ein denkbar knappes 388:389 gegen Alexander Dings.

Platz 2 ging an Beate Gregor, die mit Startnummer (=Setzposition) 20 ins Rennen ging und bislang einen 8. Platz bei den Westerwald Open 2023 als bestes Turnierergebnis vorweisen konnte. Komplettiert wird das Siegertrio durch Nadja Dobesch.

Interessant ist, dass die Rangliste der Turnierdurchschnittspunktzahlen mit Alexander Dings, Ben Berger und Nadja Dobesch genau die TOP 3 der Setzliste vorne sieht. Hier hat sich auch Richard Fux noch knapp vor Patricia und Beate geschoben.

Erwähnenswert auch der Über-200-Punkte-Bingo für ERINNYEN von Monika Weber sowie das zum schönsten gelegten Wort gekürte, von Alexander Dings gelegte PROÖMIEN.

Kleine Änderung bei Wörterliste und ORZ

14. März 2026

Am 15. März 2026 treten sehr geringfügige Änderungen der offiziellen Wörterliste sowie der Offiziellen Regeln zur Zulässigkeit von Wörtern in Kraft.
Die Anzahl der zulässigen Wörter bleibt dabei unverändert, denn es fällt ein Wort weg und ein Wort kommt neu hinzu.

Gestrichen wird: BOSCHSCHE
Hintergrund ist die bisherige Ungleichbehandlung von „heusssche“ (war bereits ungültig) und „boschsche“. Beide Wörter haben keinen eigenen Stichworteintrag, sondern werden nur bei den Einträgen „Bosch“ und „Heuss“ erwähnt.

Neu hinzu kommt die Form: SEROS
Dieser Genitiv des Stichworts „Sero“ wird im Online-Duden genannt, während RD und UD keine (weder positive noch negative) Angaben bezüglich der Beugung machen.

Die Anpassungen im ORZ betreffen neben Formulierungen zur Klarstellung, dass Namensableitungen auf -sche nur bei eigenem Stichworteintrag gültig sind, fast nur redaktionelle Änderungen ohne aktuellen Einfluss auf Wortungültigkeiten. Einzige Ausnahme: Bei der Regel zur Einheitlichkeit bei den Zahlwörtern 20, 30, …, 90 wurde ergänzt, dass auch die Formen auf -mal, -fach und -stel unabhängig von den genauen Formulierungen im RD als gültig anerkannt sind. Hierdurch werden einige längere Wörter neu gültig, die aber nur selten den Weg aufs Brett finden werden.

Differenzliste zum 15.03.2026
ORZ (in der ab 15.03.2026) gültigen Form

Hinweise:
– Bei Woogles sind die Änderungen einstweilen noch nicht umgesetzt.
– Für Turnierausrichter steht die überarbeitete Version des Turnier-Checkers bereits zur Verfügung.

Weitere Ausschreibungen

9. März 2026

Zum OLSOS 26, dem zweiten Oldenburger Sommer-Scrabble (01./02.08.2026) wurde nun die Ausschreibung veröffentlicht.
Gleiches gilt für den ebenfalls zweiten Campunni-Cup (Ausschreibung), der am 26.09.2026 in Kempen ausgetragen wird.
Anmeldungen zu diesen beiden Turnieren werden jetzt angenommen.

Hinzugekommen ist nun auch die Ausschreibung des diesjährigen Externsteine-Cups (02.-04.10.1026). Anmeldungen werden hier ab dem 01.04. entgegengenommen.

Neuer Scrabble-Treff in Hildesheim

2. März 2026

Südlich von Hannover wird ab kommendem Samstag (07.03.2026) die Trefflandschaft ergänzt.

Annika Loebel lädt dann zum ersten Mal und danach jeden 1. Samstag im Monat ab 15 Uhr ins „b-west“ (Ecke Alfelder Straße/Hachmeister Straße) in die kleinste Großstadt Niedersachsens ein.

Kontakt unter annika_loebel(a)gmx.de Bitte das (a) durch das @-Zeichen ergänzen.

Wir wünschen dem Vorhaben viel Erfolg.

Düsseldorf: Alex bleibt vorne

1. März 2026

Alexander Dings ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und brachte seinen Vorsprung ins Ziel. Bereits vor der letzten Runde stand er (praktisch) als Sieger fest, so dass ihn die Niederlage gegen Ute Kneist nicht mehr von der Spitzenposition vertreiben konnte. Zwar konnte Liesbeth Schön am Ende dann nach Siegen gleichziehen, aber in der Differenzpunktwertung war Alex‘ riesiger Vorsprung uneinholbar. Mit drei Siegen am finalen Sonntag sorgte Nikolaus Ruzicska dafür, dass das Treppchen mehrheitlich österreichisch besetzt war – auch wenn die Spitze dem Saarland vorbehalten war.

Sonderpreise gingen an Alexander Bergmann („beste Rangverbesserung“; Platz 6 als 19. der Setzliste) und Fred Rautenberg („größter Überraschungssieg“; 349:338 gegen Miriam Chlumsky-Harttmann in Runde 2).

Düsseldorf: Wem bringt die 13 Glück?

26. Februar 2026

Die Spiele am Kameratisch werden hier LIVE übertragen.

Update nach den Samstagsspielen: Von den Führenden des Vortags konnte sich Alex Dings weiter an der Spitze halten, wohingegen Norbert eine Weile auf seinen ersten Sieg am Samstag warten musste – aber dann konnte er sich wieder in den positiven Teil der Tabelle zurückspielen. Da Alex zweimal verloren hat, ist auch noch ein wenig Spannung im Rennen um die Spitze, auch wenn er dank seiner überragenden Differenz quasi 2 Siege Vorsprung aufs Verfolgerfeld hat. Dort geht es allerdings mehr als dicht zu: Innerhalb von 15 Punkten liegen Alexander Bergmann und die beiden „Dings-Bezwinger“ Liesbeth Schön und Stefan Merx. Sieggleich und auch in der Differenz nicht weit zurück folgt Valentin Promies, der zeigt, dass sein Sieg beim Eintagesturnier in Kempen kein Zufall war. In der Mittagspause wurde ausgenutzt, dass wir bei einem Tischtennis-Bundesligisten zu Gast sind.

Update nach den Freitagsspielen: Zwei Spieler überstanden die vier Freitagsrunden ungeschlagen. Bei Alexander Dings ist dies keine allzu große Überraschung. Dass aber die zweite weiße Weste von Norbert Ükermann getragen wird, hätten wohl nicht viele erwartet. Auch die 600-Punkte-Marke wurde schon übertroffen, und zwar von Uschi Müller, die im Auftrag des Vorstands noch eine weitere wichtige Aufgabe übernahm: die Ehrung von Martin Bär zu seinem 1000. Turnierspiel.

Zuvor: Und nun folgt das Turnier zum Buch: Zum 13. Mal werden die „Scrabble Masters“ in Düsseldorf ausgetragen – wie in den letzten Jahren im Sporthotel Borussia Düsseldorf. Martina Wedel wird ihren Titel nicht verteidigen können, denn sie ist nicht im Teilnehmerfeld. An diesem Spielort konnte von den diesjährigen Teilnehmern nur Alexander Dings (2023) bereits gewinnen, der auch gemäß Elo-Liste als klarer Favorit startet. Friedrich Engelke und Jörg Diersen konnten das Turnier vor der mehrjährigen Pause gewinnen. Nach 14 Runden wissen wir am Sonntagmittag mehr.

Buchtipp

24. Februar 2026

Von Dietmar Schönhoff ist jetzt das dritte Buch erschienen, das er allen empfiehlt, die im Februar zum Scrabble-Masters nach Düsseldorf anreisen werden oder sich generell für Kunst interessieren. Nach Joseph Beuys und dem Hofgarten widmet er sich nun 16 Künstlerinnen und Künstlern, deren Arbeiten seit dem 19. Jahrhundert das Stadtbild prägen, von denen aber auch Werke auf dem größten als Park angelegten Nordfriedhof zu sehen sind. Anschauliche Texte und Bilder präsentieren die Verknüpfung von Kunst und Architektur auf dem Friedhof und im Stadtbild. Bestellungen nimmt Dietmar gerne entgegen. Das Buch kostet 18 Euro.