Kategorie Archive: Turniere

World Championships erneut in Torquay

30. April 2019

MSA meldet Termin und Ort für die diesjährigen World Scrabble Championships. Wie im Jahr 2018 wird erneut Torquay Austragungsort des Events sein, das in diesem Jahr vom 16. bis zum 24. November stattfindet.

Wilma aktuell

13. April 2019

Aktuelle Meldungen vom Berliner Wilma-Turnier:

Sonntag, 14:22 Uhr
Martin Gahlow legt zum Ende noch ein 500er-Spiel hin und gewinnt den 1. Wilma-Cup, denn Rolf Yadig fing sich eine knappe Niederlage ein. Ob es für ihn dennoch zu Platz 2 reicht, liegt am Ausgang der Partie zwischen Migu und Claudia M. Und da entscheidet am Ende 1 Punkt! 445:444 für den Berliner und damit Rang 2. Rolf Yadig muss sich vor den sieggleichen Claudia Aumüller und Martina Wedel mit Rang 3 begnügen.
Für Martin Gahlow bedeutet dies die Qualifikation für die Liga der Champions; Jürgen Miguletz rückt derzeit auch in den 24er-Kader, könnte aber – abhängig vom Ausgang der Tuniere in Schwarzenbach, Hamburg und Stuttgart (DM) – auch wieder hinausrutschen.

Sonntag, 13:00 Uhr
Fernduell statt Quasi-Finale: Das ist die Konseqeunz der kurzfristigen Modusänderung.
Martin und Martina haben in der vorletzten Runde gepatzt. Martin liegt dennoch an der Spitze – magere 29 Pünktchen vor Rolf. Entscheidend in der letzten Runde wird die Gegenwehr von Angelika Bittner und Monika Bothe sein – nur wenn beiden die Überraschung gelingt, können Jürgen Miguletz und Claudia Aumüller noch ins Rennen um den Turniersieg eingreifen. Martina Wedel muss wegen Freilos tatenlos zusehen; die hierfür gutgeschriebenen 400 Spielpunkte dürften auch im Fall der Fälle zu wenig sein. Gleiches gilt für Claudia Mansfeldt, die an Runde 1 nicht teilnehmen konnte und hierdurch bei den Gesamtpunkten nicht mithalten kann.

Sonntag, 12:00 Uhr
Halbzeit am Sonntag. Entgegen der Ausschreibung wurde nach einstimmigem Votum der Teilnehmer ohne Wiederholungen gepaart. So bleibt die Spitze jetzt wohl von direkten Duellen verschont.
Und so setzt Martin Gahlow seine Serie nach 1:3-Start fort. Rolf Yadig und Martina Wedel liegen einen Siegpunkt dahinter und haben auch die niedrigere Punktesumme, wobei Rolf noch recht nah dran ist.
Gibt es Überraschungen bei den Spielen des Spitzentrios gegen Spieler aus der hinteren Tabellenhälfte?
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Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin

11. April 2019

Das bekannte DFB-Pokal-Motto hat auch in Scrabblerkreisen Tradition. Seit 2009 wird in der Hauptstadt jährlich die Scrabbinale ausgetragen, auch die Liga der Champions wurde 2017 hier ausgetragen. Hinzu kommen Turniere in englischer Sprache sowie zahlreiche Treffs.
Nun kommt ein neues Event hinzu, die Scrabbinale bekommt quasi ein „Geschwisterchen“, den Wilma-Cup. Mit 20 Startplätzen ist das Turnier kleiner als der „große Bruder“, der im September wieder auf dem Programm steht. Bei 15 Spielrunden allerdings ist die Einstufung als „kleines Turnier“ nicht ganz angebracht.

Die Turnierfavoriten laut Elo-Rangliste (Thomas Spira, Claudia Aumüller und Gastgeber Manuel Müller) müssen sich um Liga-der-Champions-Startplätze nicht mehr bemühen, für viele andere (z.B. Rolf Yadig, Jürgen Miguletz, Martin Gahlow) bietet das Turnier die Gelegenheit zur Qualifikation. Ob allerdings Platz 2 hierfür ausreicht, ist noch nicht absehbar.
Mit Hille Heyer steht auch eine Debütantin im Teilnehmerfeld. Ihr und allen anderen wünschen wir viel Spaß beim Wilma-Cup.

German Open Championships 2019

5. April 2019

Die englischsprachigen German Open stehen vor der Tür.

Am 6. und 7. April wird das 15-Runden-Turnier unter der Adresse Johann-Sebastian-Bach-Straße 25 in 88521 Ottobrunn ausgespielt.

Bereits das Warmscrabblen fand als „Early Bird“ in Turnierform statt (4 Runden). Die ersten 4 Plätze wurden gemäß Setzliste belegt – es siegte der Niederländer Anand Buddhdev.

Auch beim „Main Event“ stimmt nach 9 von 15 Runden die Tabellenspitze mit der Setzliste überein: Der Engländer Chris Vicary führt vor dem „frühen Vogel“ aus den Niederlanden.
Beide haben bereits 1,5 Siege Vorsprung auf den schärfsten Verfolger.

Positive Überraschung aus deutscher Sicht: Ben Berger stürmt mit einer 6:3-Bilanz auf Platz 4.

Aktuell (vor der letzten Runde):
Immer noch liegen Buddhdev und Vicary vorne – sie treffen in der finalen Runde aufeinander und kämpfen um die Plätze 1 und 2. Ben Berger baute seine Serie auf sensationelle 10:3 aus, ehe er in Runde 14 gegen Vicary die erste Niederlage des Tages einstecken musste. Im letzten Spiel geht es für ihn um Rang 3 – schlimmstenfalls kann er noch auf 4 zurückfallen; den Sieg in der B-Kategorie hat er ebenfalls schon in der Tasche! Brigitte Brath spielt im letzten Spiel um eine positive Bilanz (bislang 7:7) und die Verteidigung ihres Spitzenplatzes unter den 7 Spielern der C-Kategorie.

Ergebnisse der letzten Runde:
Vicary entscheidet das diekte Duell klar für sich und nimmt den Titel mit auf die Noch-EU-Insel. Ben muss zum Abschluss eine historische Niederlage mit 412 Punkten Differenz hinnehmen – und bleibt trotzdem auf dem sagenhaften 3. Platz. Auch Brigitte verliert zum Abschluss, bleibt dennoch Siegerin der C-Kategorie. Herzlichen Glückwunsch!

Zu den aktuellen Ergebnissen geht es hier:

Bilder von Samstag-Mittag:

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German Open stehen vor der Tür – Neuer Spielort!

31. März 2019

Während die deutschsprachige Scrabble-Szene sich nach aufregenden Turnieren zu Jahresbeginn ein wenig den Treffs und dem Privatspiel widmet, fiebert die englischsprachige Scrabble-Szene einem ihrer Höhepunkte entgegen. Ab Samstag früh um 9:00 Uhr wird über 15 Runden im bayerischen Ottobrunn (südlich von München) gescrabbelt.

Da die Teilnehmerzahl etwas geringer ausfällt, als ursprünglich erwartet wurde, wurde der Spielort zwischenzeitlich geändert. Statt in München-Giesing wird nun in Ottobrunn gespielt. Adresse ist Johann-Sebastian-Bach-Straße 25, 85521 Ottobrunn. Sollten nicht angemeldete Spieler vorbeischauen wollen, wird um Anmeldung unter benberger13(a)yahoo.com gebeten.

Es wird angestrebt, eine Live-Übertragung der Ergebnisse zu ermöglichen.

SeHers Scrabble-Woche in Fulda

24. März 2019

Es hat sich mittlerweile wohl herumgesprochen: Sowohl der ZEIT-Scrabble-Sommer als auch das ZEIT-Scrabble-Turnier werden eingestellt.

Sebastian Herzog, Scrabble-Kolumnist bei der ZEIT und Organisator des Turniers, möchte die Tradition der einwöchigen Veranstaltung jedoch fortführen – nicht zuletzt wegen der großen Zahl von Interessenten, die seit Jahren Stammgäste bei diesem Event sind. Wegen des Rückzugs der ZEIT lautet der Name nun „SeHers Scrabble-Woche“, Details zu diesem Turnier, das vom 6.10. bis zum 13.10.2019 in Fulda stattfinden wird, findet ihr hier.

Noch ein Hinweis am Rande: Allein aus datenrechtlichen Gründen konnten bislang nur die Teilnehmer der letzten Jahre informiert werden.

Regelkunde aus der Praxis

20. März 2019

Während im Finale von St. Gallen Nadja frühes NITRINS* vom Brett gezweifelt wurde, blieben Bens nicht in der Wörterliste aufgeführten Formen UNGESEHN* und OCKERM* liegen und trugen entscheidend zu seinem Erfolg bei.

Dass beide Züge unangetastet blieben, ist jedoch nicht so verwunderlich, wenn man weiß, dass die scheinbar analog gebildeten Formen GESEHN und LOCKERM zulässig sind.
Wohl niemand im Saal hätte ohne Nachschlagen sicher sagen können, dass es sich um „Phoneys“ handelt und auch noch die passende Begründung liefern können.
Manch einer vermutete nach dem Endspiel Fehler in der Wörterliste, und erst ein genaueres Nachschlagen in den ORZ und den Duden-Werken brachte Licht ins Dunkel. Weiterlesen …

S(CH)RABBLE-Nacharbeiten

20. März 2019

Das Finalspiel kann nun Schritt für Schritt – inklusive der Computeranalyse – nachvollzogen werden; auch zwei wietere Spiele der Finalisten wurden protokolliert und analysiert

Die Elo-Rangliste wurde inzwischen aktualisiert. Ben ist wieder um einige Punkte an Timon herangerutscht.

Ebenso ist die Auflistung des 1000er-Club um den neusten Eintrag Ulrike Brodkorb erweitert worden. Ben betonte in der Ehrung, dass sie nicht nur selbst bereits die tolle Zahl an Spielen erreicht hat, sondern durch ihren Einsatz bei vielen Turnieren für uns alle viele, viele Spiele möglich gemacht hat.

Ben siegt in St. Gallen nach fulminanter Aufholjagd

18. März 2019

Das Siegertrio des diesjährigen Turniers in St. Gallen: (v.l.) Nadja Dobesch, Ben Berger, Stefan Merx

Von Hans Trachsel

Der Riese wankte, aber er fiel nicht. Als Ben Berger am St. Galler S(CH)RABBLE in Runde 3 bereits die zweite Niederlage gegen eine Schweizerin erlitt, schien der Turniersieg für ihn in weiter Ferne. Doch von da weg gab er sich keine Blösse mehr und konnte am Schluss seinen ersten Sieg in St. Gallen feiern.

Ins Stolpern brachte ihn zunächst Regula Schilling mit 456:399. Das war noch nicht aussergewöhnlich, denn eine oder zwei Verlustpartien gegen Mitfavorit(inn)en muss auch ein Champion wie Ben einkalkulieren. Für die Sensation war gleich danach die Bündnerin Nesa Wyss besorgt, die den Ausnahmekönner mit 464:274 abfertigte – ungläubiges Staunen allenthalben. Die beiden liegen in der Elo-Liste 684 Punkte auseinander.

Danach liess Ben jedoch 11 Siege folgen, womit das Finale geschafft war. Nur noch die Münchnerin Nadja Dobesch blieb elfmal erfolgreich, und somit waren wie erwartet zwei bekannte Scrabblegrössen auf dem Podest. Und hier hatte Nadja durchaus Siegchancen. Ungewöhnlich war, dass sie kurz nach Beginn für einen Routine-Bingo mit Blanko zweimal ansetzen musste. Sie probierte es zunächst mit NITRINS, was Ben zu Recht anfocht – es gibt nur NITRID. Im nächsten Zug schaffte sie es mit ERSINNT; RINNEST wär auch gegangen. Ben kontert mit WULSTIGE, die Partie wogt hin und her.

Ben setzt sich etwas ab, allerdings mit dem eigentlich ungültigen UNGESEHN, das Nadja dann prompt zu punktereichem UNGESEHNER verlängerte. Dass Ben anstelle des Phoneys den einwandfreien SHOGUNEN nicht getraut hatte, zeigt, dass selbst er nicht immer ganz sattelfest ist. Kurz vor Schluss legte Nadja ein harmloses MILDEM, wo sie mit dem viel teureren VISUM das V elegant losgeworden wäre. Dann die Situation, die so recht nach dem Geschmack des Fachpublikums, erfreulicherweise ergänzt durch etliche Kiebitze aus Stadt und Umgebung, war: Ben stand da mit einer fürchterlichen Restbank und kaum mehr Anlegemöglichkeiten; Nadja hatte dank einfachen Buchstaben keine solchen Sorgen, ihr Rückstand schien aufholbar. Ben brütet, die Zeit wird knapp und legt dann mit unbewegter Miene OCKERM. Manche im Publikum hatten mit und ohne Hilfen längst erkannt, dass es ungültig ist, es geht nur OCKEREM. Würde Nadja anzweifeln? Sie liess es gelten. Es wär ihre Chance gewesen, doch in einem Finalspiel schleichen sich häufig nervositätsbedingte Unsicherheiten ein. Ben meinte nach dem Coup: „Solche Sachen muss man machen, das gehört zum Spiel“. Da hat er völlig recht; anzweifeln ist immer erlaubt. Die Kunst des richtigen Anzweifelns – niemand beherrscht sie perfekt! – Weiterlesen …