Kategorie Archive: Turniere

Zeit fürs ZEIT-Turnier

21. Oktober 2017

An diesem Wochenende kommen 42 Scrabblerinnen und Scrabbler zusammen, um ab Montag in 20 Runden die diesjährigen Halbfinalisten des ZEIT-Turniers zu ermitteln. Halbfinale (am Freitag-Nachmittag) und Finale (am Samstag) werden jeweils in Doppelspielen bestritten.
Kann Friedrich Engelke seinen Titel verteidigen? Oder kann seine Finalgegnerin vom letzten Jahr nach 2014 Nadja Dobesch erneut den Thron erklimmen?

Weitere ehemalige „Championessen“ (ungültig!) sind am Start: Rekordsiegerin Claudia Aumüller (3x) ebenso wie Blanca Gröbli-Canonica (2x) und Anna Elisabeth Grabbe.

Im Teilnehmerfeld befinden sich traditionell auch zahlreiche Turnierneulinge, zumeist Gewinner des ZEIT-Scrabble-Sommers. In diesem Jahr ist das ZEIT-Turnier für acht Spieler/-innen der Start in eine hoffentlich längere Turnierlaufbahn.

Wir werden hier wie üblich aktuell berichten – mit dem Höhepunkt in Form der Liveübertragung der Finalspiele am kommenden Samstag.

Aktuell:

  • Nach Tag 1 (5 Spiele) ist allein der Deutsche Vizemeister Theo Kardel noch ungeschlagen; aber das Feld ist natürlich noch eng zusammen – weitere Favoriten sind in Lauerstellung.
  • An Tag 2 verteidigt Theo trotz einer Niederlage die Spitzenposition. Zur Vorrundenhalbzeit führt er mit einem Sieg Vorsprung gegenüber Nadja Dobesch. Das Rennen um die Halbfinalplätze ist erwartungsgemäß eng.
  • Nur 2 Runden am Mittwoch, dennoch können die Theo (11:1) und Nadja (10:2) ein wenig absetzen; denn die engsten Verfolger patzen und haben nun allesamt mindestens 4 Minuspunkte auf dem Konto.
  • Nach 17 Spielen hat sich Theo (15:2) bereits für das Halbfinale qualifiziert, auch Nadja (13:4) hat allerbeste Karten. Gut sieht es zudem für die derzeit auf 3 und 4 liegenden Ingrid Nöth und Friedrich Engelke (je 12:5), da lediglich Doris Methner (11:6) in unmittelbarer Schlagdistanz lauert. Alle anderen benötigen schon deutliche Ausrutscher der vorne Platzierten.

DM 2018 in Stuttgart

18. Oktober 2017

Die nächste Scrabble-DM wird am Himmelfahrtswochenende in Stuttgart stattfinden, sodass die südlich wohnenden Spieler und Spielerinnen auch mal in den Genuss einer kurzen Anreise kommen. Auch für alle anderen ist der Spielort in der Schwabenmetropole sicher nicht schwer zu erreichen und eine Reise wert.

Herzlichen Dank an die Organisatorinnen vor Ort. Susanne Rabente hatte die Idee zur Location und wurde tatkräftig von Sabine Becker und Betti Disselkamp unterstützt.

Wir freuen uns auf ein großes Turnier im Süden.

Ausschreibung

Rosenheim: Wer macht das Rennen?

27. September 2017

Auch in diesem Jahr gibt es in Rosenheim den Doppelpack: Nach dem Wochenendturnier folgt nun zur Wiesnzeit das über sechs Runden ausgetragene „Oktoberfestturnier“. Am Samstag ist es so weit! Im 20-köpfigen Teilnehmerfeld stehen mit Rosenheim-Cup-Siegerin Nadja Dobesch, Ulla Trappe und Michael Stolberg Spielerinnen und Spieler aus dem vorderen Bereich der Rangliste ebenso wie Turnierneulinge oder Spieler/-innen mit noch wenig Turniererfahrung.
Ihnen allen wünschen wir viel Spaß!

Titelverteidiger Johannes Naumann fehlt allerdings – er hat zur Zeit wahrlich Besseres zu tun.
Wir werden wie immer aktuell berichten.

Aktuell: Nadja gewinnt nach dem Rosenheim Cup 2017 auch den Ein-Tages-Ableger „Oktoberfestturnier“. Im entscheidenden Spiel gegen Ulla setzte sie sich mit 14 Pünktchen Vorsprung durch. Gleiche Siegzahl (5:1) wie Nadja weist Agnes Ehrlich auf, die damit den „Silberrang“ belegt.

9. SCRABBINALE Berlin 2017: Uschi Müller innerhalb eines Monats zum zweiten Turniersieg

22. September 2017

von Friedrich Engelke

Haben die Räumlichkeiten des bekannten Austragungsortes Hotel Dietrich-Bonhoeffer-Haus in diesem Jahr bereits die Liga der Champions im Sommer gesehen, sind erneut die nahezu doppelte Anzahl von Wortakrobaten zusammengekommen, um sich von der „Aumüllerschen Organisation“ (so der Autor damals) verwöhnen zu lassen. Claudia beginnt die Siegerehrung daher zunächst mit ihrem Bruder Michael, der für die reibungslose Auswertung im Hintergrund sorgt, für Unterlegene ein tröstliches Wort hat und seinen trockenen Humor aufblitzen lässt. Ulrike und Migu runden dieses eingespielte Team ab. Kein Wunder, dass alle Teilnehmenden voll des Lobes sind und sicher zum Jubiläum im nächsten Jahr wiederkommen wollen. Bis auf eine möchten sicher alle dann ein oder auch mehr Plätzchen vorne landen, näher also dem Platz an der Sonne.

Eine – das ist sie strahlende Siegerin des Turniers – Uschi, die sich damit innerhalb kürzester Zeit einen weiteren Turniersieg sichert: Auf den Höhen des Westerwaldes vor vier Wochen bereits siegreich, trumpft sie im September erneut auf. Dabei sieht es zu Beginn gar nicht danach aus. Am Ende des ersten Tages mit negativer Bilanz auf dem Platz 25 „führt“ sie – allerdings den negativ stehenden Teil des Feldes – an. An der Spitze wie gewohnt Ben mit weißer Weste und einer Bilanz von +466 Differenzpunkten, scheinbar auf bestem Wege zum ersten Turniersieges dieses Jahres und auf den Spuren des letzten Jahres.

Doch der zweite Tag bringt entscheidende Wenden: Uschi siegt in allen Partien und auch der Sonntag kennt nur noch die Siegreiche: 10 Siege in Folge lässt sie dem schwachen Start folgen und +1165 Differenzpunkte geben die Dominanz auf dem Brett wieder.
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Berlin 2017, zum Dritten

10. September 2017

Zum dritten Mal in diesem Jahr steht am folgenden Wochenende Berlin im Fokus des Scrabble-Interesses. Nach den German Open (auf Englisch) und der Liga der Champions kommt zur Scrabbinale nun traditionell das große deutschsprachige Feld in die Hauptstadt. Ben Berger und Johann-Georg Dengel (im Vorjahr auf den Plätzen 1 und 2) haben die gesamte diesjährige „Berlin-Dosis“ mitgenommen und komplettieren ihren „Hattrick“. Zum Favoritenkreis gehört auch Uschi Müller als frischgebackene Siegerin der Westerwald Open. Die Schweiz ist ebenso vertreten wie die bekanntermaßen starken Berliner(/-innen).

Besonders erfreulich sind zudem fünf Turnierneulinge in der Meldeliste; hätte der Duden nach der „Gästin“ auch die „Neulingin“ schon aufgenommen, wäre es hier verwendet worden, denn alle Erstteilnehmer sind weiblich. Hinzu kommen drei Scrabbler(/-innen), die ihr zweites Turnier bestreiten.

Wir werden an dieser Stelle wie gewoht berichten. Kann Ben Berger seinen Sieg vom Vorjahr (mit 3 Spielen Vorsprung) wiederholen und damit endlich seinen ersten Turniersieg im Jahr 2017 feiern und vielleicht auch die Spitzenposition in der Rangliste zurückerobern? Spannung ist garantiert.

Aktuell: Wir gratulieren Uschi Müller zum zweiten Turniererfolg in unmittelbarer Folge! Nach ihrem Erfolg bei den Westerwald Open gewann sie nun auch bei der Scrabbinale – herzlichen Glückwunsch!

WW Open: Uschi im Glück

29. August 2017

Unter das Motto „Glück“ hatten die Veranstalter das diesjährige Turnier im Westerwald gestellt und so wurde jede Runde mit einem Spruch/Zitat zum Thema eingeläutet.

Besonders glücklich konnte nach Abschluss des Turniers Uschi Müller sein, denn nahezu stolperfrei ging sie durch das Turnier und musste in Runde 10 ihre einzige Niederlage einstecken, als auch ihre ärgsten Verfolger bereits zweimal als Verlierer vom Tisch gegangen waren.

Nur Mitveranstalter Friedrich Engelke konnte da einigermaßen mithalten, aber auch für ihn waren bei einem Siegpunkt und über 400 Differenzpunkten Rückstand bereits vor der letzten Runde die Turniersieg-Chancen auf ein theoretisches Minimum gesunken.
Für Aufsehen sorgte bei seinem Turnierdebüt der Jüngste im Feld, Alexander Dings. Gleich in seinem zweiten Spiel gelang ein Unentschieden gegen Manuela Hilgenkamp; das 492:489 in Spiel 4 gegen Stefan Merx trug einen weiteren Teil zum 420-Punkte-Schnitt und Platz 5 bei – der stärkste Einstieg seit Michael Stolberg 2014.

Auch wenn das Turnier nicht für die höchsten Durchschnittspunktzahlen herhalten kann, ist ein Eintrag in die Rekordbücher gelungen: Jörg Diersen und Karin Krämer trennten sich mit 483:483 und erzielten damit das höchstpunktige Unentschieden der SDeV-Turniergeschichte.
Gute Stimmung sorgte für Glück auch außerhalb der Turnierpartien, so etwa beim traditionellen „Geschlechterwettkampf“ am großen Brett. Diemal hatten die Herren der Schöpfung die Nase vorn, nicht zuletzt da ihr Phoney *ANHIEVTEN unentdeckt geblieben war – welch ein Glück!

WW-Open: Das Dutzend ist voll

24. August 2017

Am morgigen Freitag beginnt in Altenkirchen die 12. Ausgabe der Westerwald Open. Das seit 2006 ununterbrochen jährlich stattfindende Turnier ist das älteste der regelmäßig stattfindenen Wochenendturniere im SDeV und somit auch das erste, das das Dutzend voll macht.
Unter den 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist Titelverteidigerin Manuela Hilgenkamp, die aufgrund der Ranglistenposition auch als Favoritin ins Rennen geht.

Wir werden an dieser Stelle wie gewohnt berichten und sind gespannt, wer diesmal nach 13 Runden die Nase vorne hat.

Wir gratulieren Uschi Müller zum verdienten Turniersieg!

Englischsprachige WM

22. August 2017

Bei der Jugend hat sich der Favorit durchgesetzt: Matthew O’Connor ist neuer MSA Junior World Champion mit einer Bilanz von 20:4.
Am gleichen Ort (Nottingham) haben inzwischen die Erwachsenen den Betrieb aufgenommen.
Neben Nigel Richards (5:3 am ersten Tag) wagte auch sein Mit-Weltmeister in der französischsprachigen Paar-Konkurrenz Hervé Bohbot (2:6) den direkten Wechsel von der einen Weltmeisterschaft zur nächsten. Nach Tag 1 führt David Koenig (USA, 7:1). Vier weitere Spieler, darunter der auf 2 gesetzte David Elda stehen bei 7:1. Titelverteidiger Brett Smitheram (England, 6:2) ist auf Platz 7 in Lauerstellung.

Nach Tag 2 (17 von 35 Spielen): Nigel (12:5) und Brett (11:6) sind auf Viertelfinalkurs. Die besten Karten, nach 35 Spielen mindestens auf Platz 8 zu stehen, haben derzeit Austin Shin (ENG, 14:3) und David Koenig (13:4).

Nach Tag 3 (26 von 35 Spielen): Nigel musste heute nur einen halben Siegpunkt (Remis) abgeben und ist schon mit mehr als einem Bein im Viertelfinale (10,5:5,5). Austin spielte heute ausgeglichen und folgt mit 18,5:7,5. Brett (17:9) hat sich auf Platz 3 vorgearbeitet – aber der Vorsprung auf Platz 9 betraägt nur einen Sieg. Es bleibt also spannend.

Französischsprachige WM: Duell der Kontinente

14. August 2017

Nigel Richards verpasste die Möglichkeit, erneut für große Schlagzeilen bei der „klassischen“ WM im französischsprachigen Scrabble zu sorgen. Er startete grandios, lag nach vier (von 17) Runden ungeschlagen in Führung; hinzu kam eine tolle 7:1-Bilanz am zweiten Tag. Für den Finaleinzug hätte das locker gereicht, wenn er nicht die letzten fünf Spiele an Tag 1 in Serie verloren hätte. So reichte es mit der Bilanz von 11:6 für Platz 7.

Abgesehen vom in Asien lebenden Neuseeländer „streiten“ Europäer und Afrikaner um die Spitze. Gemeinsam mit Nigel im Verfolgerfeld landeten Titelverteidiger Abib Alabi (Elfenbeinküste; 10:7; Platz 18). Benoit Delafontaine (11:6; Platz 8) wurde bester Schweizer bei der WM im eigenen Land – sein Bruder Hugo ist amtierender „Elite“-Champion.

Im Best-of-3-Finale am morgigen Dienstag gibt es wieder ein Spiel Europa-Afrika: Der Franzose Benjamin Valour (14:3) und der Gabuner Belphégore Mpaga Reteno (13:4) gegenüber.

Im Finale setzte sich Benjamin Valour mit zwei 500er-Partien durch und wiederholte somit seinen Triumph von 2009.

Die Liveübetragungen der Spiele des Classic-Turniers sind auf Youtube weiterhin abrufbar.

Beim heutigen „Blitz“-Turnier (Simultanspiel mit 1 Minute Bedenkzeit) mit 216 Teilnehmern holte nun Nigel Richards seinen zweiten französischen WM-Titel! Er fand bei jeder(!) Runde der vier ausgetragenen Partien das beste Wort!

Im Hauptwettbewerb, dem „Elite“-Simultan führen nach 5 von 7 Durchgängen gemeinsam die fehlerfreien(!) Hugo Delafontaine (Schweiz; Titelverteidiger) und Nigel Richards. Am Samstag werden die finalen Runden gespielt.

LdC 2017: Timons Durchmarsch

24. Juli 2017

Bei der dritten Austragung der „Liga der Champions“ war erstmals Berlin der Austragungsort. Der von der Scrabbinale bekannte Spielort erwies sich – ebenso wie die Aumüllersche Organisation – als absolut championswürdig.

In zwei Zwölfergruppen wurden die Finalisten* ermittelt. In Gruppe A geriet Favorit Ben Berger gleich zu Beginn ins Straucheln – die Niederlage gegen Asalet Althaus fiel mehr als deutlich aus. In Runde 3 wurde Ulrike Aka dann zum nächsten Stolperstein.
Nach Runde 6 hatten dann aber alle in der Gruppe mindestens zwei Niederlagen, und Ben stand dort, wo die meisten ihn erwarteten. Als Ingrid Nöth dann in Runde 8 gegen Ben bestehen konnte, drehten sich erneut die Vorzeichen. Ingrid ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen, gewann auch die drei verbleibenden Partien und zog verdient ins Finale ein. Ben blieb die Rolle als „bester Verfolger“.

Ganz anders der Verlauf in Gruppe B. Timon Boerner, der Jüngste im Teilnehmerfeld, ließ sich von Beginn an nicht beirren und zog mit „weißer Weste“ durch die Gruppenspiele. Ob er dabei so ein Buchstabenglück hatte wie später im Endspiel oder einfach nur viel mehr draus machte als seine Mitspieler, lässt sich nicht abschließend beurteilen. Sehr wahrscheinlich hat beides zu seinen Erfolgen beigetragen. Spannender ging es im Rennen um Platz 2 in dieser Gruppe zu. Nach 9 Runden hatte Liesbeth Schön den Platz inne, die Siegerin der ersten „Liga der Champions 2013“ hatte von Beginn an oben mitgemischt. In Runde 10 hatte dann Stefan Merx, der nach Runde 9 erstmals positiv stand, die Gelegenheit, sie vom Vizeplatz zu verdrängen. Es gelang im nicht. In Runde 11 hätte nur noch Josef Esser im Fernduell an ihr vorbeiziehen können, nach Rangliste der „Außenseiter“ der Gruppe. Liesbeth aber gewann ihre Partie; zudem musste Josef eine Niederlage hinnehmen.

Das im „Wintergarten“ ausgetragene Finale, das die übrigen und einige Zuschauer im benachbarten Spielsaal verfolgen konnten, war leider nicht die „spannungsmäßige Krönung“. Timon bekam gleich beide Blankos und startete mit zwei Bingos, während Ingrid erstmal „Bänkchenschrott“ durch Tausch entsorgen musste. Souverän konnte Timon mit taktischem Geschick den Vorsprung verwalten und mit zwei weiteren Bingos ausbauen, während Ingrids einziger Bingo (IRANERIN) wohl der hübscheste, wenn auch mit 59 nicht punktreichste des Finals war. 543:359 hieß es am Ende – und Timon durfte sich nicht nur über den Umschlag mit der Siegprämie, sondern auch über „Scrabello“ freuen. Denn dieser befindet sich stets in der Obhut des Elo-Ranglisten-Führenden – und hier konnte Timon, der ja auch schon das Hamburger Fairmasters 2017 gewonnen hat, den Gipfel von Ben Berger übernehmen, der noch immer auf seinen ersten Turniersieg in diesem Jahr wartet.

Mit einem Punkteschnitt von 407,89 konnte der bei der Liga der Champions 2015 aufgestellte Rekord geringfügig gesteigert werden. Da außer Titelverteidiger Theo Kardel die komplette Top 15 vertreten war, überrascht dies kaum.
*: bitte geschlechtsneutral verstehen, aber die Formulierung „Finalistinnen und Finalisten“ wäre hier irgendwie auch unpassend.