Kategorie Archive: DM

Aktualisierungen

8. Juni 2019

Nach der Elo-Rangliste sind nun auch
die Spielerhistorie und die Hall of Fame (Rekorde) aktualisiert.

Auch der Titel schützt nicht vor Elo-Punktverlust; dennoch ist Timons Vorsprung angewachsen.
Bei den Rekorden sticht Timons neuer Rekord von 8 aufeinanderfolgenden 500er-Spielen hervor; bislang waren hier 5 Paarungen Rekord.

Presseberichte:

Auch abseits der Deutschen Meisterschaft gibt es neuen Lesestoff:
Für wort-suchen.de stand der in Stuttgart fehlende Alexander Dings Rede und Antwort:

Ein neuer Deutscher Meister:
Ein Tsunami fegte durchs Finale

3. Juni 2019

von Hans Trachsel

Mit 26 Jahren hat Timon Boerner bereits die beiden prestigeträchtigsten Scrabbleturniere gewonnen: 2017 die Liga der Champions, wo nur die 24 Besten überhaupt mitmachen dürfen, und jetzt erstmals die Deutsche Meisterschaft. Der Weg ins Finale gegen die Wiener Gymnasiallehrerin Liesbeth Schön erwies sich für den angehenden Doktor der Rechte allerdings als dornenvoll.

Die 10. Deutsche Meisterschaft war eine mit Neuerungen gespickte dynamische Veranstaltung. Sowohl die Equipe vor Ort als auch der Vorstand von Scrabble Deutschland e. V. gaben ihr Bestes. Die beiden abendlichen Anlässe wurden sehr gut aufgenommen, sowohl das Speed-Turnier als auch das Pub-Quiz. Über beide Anlässe wurde bereits berichtet. Man kann eigentlich nur wünschen: Weiter so!

Im Mittelpunkt stand dann doch die 10. Meisterschaft. Dank vielen Umstürzen an der Tabellenspitze blieb es bis zuletzt unerhört spannend. Nach 10 Spielen, also bei Halbzeit, führten die nachmaligen Finalisten Timon und Liesbeth mit 9:1 Siegen. Auf Platz 3 folgte Ben mit „nur“ 7:3 doch schon etwas distanziert. In Runde 12 strauchelte Timon gegen den erstaunlich aufspielenden Eckhard Brekenkamp mit 510:502, das war und blieb die Niederlage mit der höchsten Punktzahl. In Runde 14 erwischte es Timon erneut, diesmal gegen die Deutsche Meisterin von 2013, Uschi Müller. Ben dagegen hatte Überraschungsmann Eckhard sicher im Griff.

Uschi setzte danach ihren Sturmlauf zur Spitze fort: Sieg über Liesbeth Schön. Doch auch Timon und Ben gewannen. Im nächsten Spiel erwischte es Ben: Niederlage gegen Nadja Dobesch. Im Spiel 17 verloren Timon (gegen Friedrich Engelke um einen Punkt!) und Ben gegen Ute Kneist, doch noch behaupteten sie die Spitze. Der nachmalige Meister Timon patzte erneut in Runde 18: Knappe Niederlage gegen Raimund Dillmann, wobei ein Phoney eine entscheidende Rolle spielte: Timon akzeptierte AVENUES, doch richtig heisst es AVENUEN. Mitleid wäre fehl am Platz: Bei Timon gehören die „falschen Freunde“ durchaus zum ausgetüftelten Konzept.

Hochspannung auch nach Runde 19: Die Augsburgerin Agnes Ehrlich verpasste Timon die dritte Niederlage in Serie, womit seine Finalteilnahme ins Wanken geriet. Auch Ben wurde von Uschi Müller regelrecht abgewatscht mit 475:267. Uschi lag eine Runde vor Schluss zusammen mit Liesbeth an der Spitze.

Da in den letzten Runde Hitchcock Regie geführt hatte, paarte die Turnierleitung in der laut Ausschreibung vorgeschriebenen Weise die Leute mit Siegchancen händisch, so dass es zum Teil zu Wiederholungspartien kam. Die Finalteilnahme sollte so direkt erkämpft werden. Das bedeutete, dass sicher nicht wie letztes Jahr Ben und Timon das Finale bestreiten würden, denn sie trafen aufeinander, und Timon gewann klar mit 481:397. Ulla Trappe, bereits dreifache Deutsche Meisterin, fing Uschi Müller ab, die damit keine zweite Chance auf den Meistertitel erhielt. Liesbeth Schön nahm ihre Chance aufs Finale wahr: Sieg mit 424:343 über die an diesem Turnier sehr starke Ute Kneist.

Und nun zum Finale, in welchem Timon gleich tüchtig loslegen und einen Vorsprung herausholen konnte. Doch atemlose Spannung bemächtigte sich des fachkundigen Publikums, als die Buchstabenfee einen TSUNAMI auf das Bänkchen von Liesbeth zauberte, der 93 Punkte gebracht hätte. Sie überlegte lange, fand ihn aber nicht, und mit MI blieb nur ein laues Lüftchen übrig. Ben als Kommentator zeigte Verständnis; das vertrackte Wort mit TS am Anfang erschliesst sich in so einem Moment nicht leicht. Timon dagegen konnte mit SYNERGIE den Vorsprung ausbauen und lag nach der ersten Finalpartie mit 293 Punkten praktisch uneinholbar vorn.

Ben erwartete nun eine eher defensive Taktik von seinem Erzrivalen, doch der spielte erstaunlich angriffig und kam erneut zu Bingos. Den TRAURING mochte er zwar nicht legen (stattdessen TAURIERN), denn er benötigt ihn in den nächsten Tagen selbst. Zur Hochzeit wünschen wir dem frischgebackenen Deutschen Meister alles Gute und sind froh, dass er in diesem Turnier nicht als „Ausserirdischer“ erdrückend überlegen war, sondern auch das Glück des Tüchtigen in Anspruch nehmen musste. Ausser den Führenden haben ganz viele der rund 60 Mitspielenden tolle Wortakrobatik gezeigt. Die Turnierlandschaft präsentiert sich dynamisch wie kaum je und die Medien zeigen immer mehr Interesse. Ein Dank an das Heer hilfreicher Geister, die diese Entwicklung erst möglich machen.

DM 2019: Erstklassige Partien in Stuttgart …

28. Mai 2019

… wird es im Fußball vorläufig nicht mehr geben; bei der 10. Deutschen Meisterschaft im Scrabble, die von Donnerstag bis Sonntag ausgetragen wird, sind sie garantiert. Wie die vier Austragungsorte zuvor, darf sich auch das Werkhaus Feuerbach über eine zweite Ausrichtung der Meisterschaft freuen.

Und das Teilnehmerfeld kann sich wahrlich sehen lassen: Mit dabei sind die Rekordmeister Ulla Trappe (2010, 2012, 2015) und Ben Berger (2014, 2016, 2018) sowie die weiteren bisherigen Titelträger Uschi Müller (2013) und Stefan Merx (2017) – aus der Siegergalerie fehlt somit lediglich Maria Feige (2011). Zum engeren Favoritenkreis zählen natürlich auch der Ranglistenführende Timon Boerner, der im Vorjahr bereits im Finale stand, sowie Dreifach-Finalist Theo Kardel. Da auch der „ewige“ Präsident Sebastian Herzog teilnimmt, ist die Top 6 der Elo-Rangliste komplett dabei.
Und damit sind noch lange nicht alle starken Kandidaten aufgeführt – und erst kürzlich haben wir ja gesehen, dass es manchmal auch ganz anders läuft.

Mit dabei sind auch fünf Mutige, die sich für ihr Turnierdebüt gleich die DM ausgewählt haben. Unter ihnen ist wieder einer, der üblicherweise in einer anderen Sprache scrabbelt: Nach Spielern aus der englisch-, norwegisch- und französischsprachigen Scrabbleszene wagt nun Tomasz Lempart den Sprung vom Polnischen ins Deutsche. Ob er sich ähnlich gut einlebt wie Etienne Budry, der französischsprachige Spitzenspieler, der nun schon mehrere Turniere bei uns bestritten hat und auch wieder am Start ist?

Kann der Titel erstmals erfolgreich verteidigt werden oder lebt der Bergersche Familienfluch (keine Meisterschaft in Jahren mit ungerader Zahl) weiter? Wir dürfen gespannt sein.

Eine Neuerung bei der DM ist das Rahmenprogramm, das aus einem Speed-Turnier am Donnerstagabend sowie einem Pub-Quiz-Abend am Samstag besteht.

Wir berichten an dieser Stelle wie gewohnt – einschließlich der Liveübertragung der beiden Finalspiele am Sonntag.

Ausschreibung: Die Jubiläums-DM 2019

14. Januar 2019

Die 10. Deutsche Meisterschaft 2019 wird ein besonders attraktives Turnier: Zum einen wollen wir ein großes Augenmerk auf gute Spielbedingungen haben, zum anderen soll ein attraktives Rahmenprogramm die Spielerinnen und Spieler „in Scharen“ auf die dann knappen Teilnehmerplätze in Stuttgart locken. Wir möchten auch für zukünftige Championate Erfahrungen sammeln.

Wir kennen bei der zweiten Austragung in Stuttgart das Gebäude gut und werden zwei Spielsäle haben, die genügend Platz bieten. Die Bereiche zum Erholen, Erfrischen oder Ergebnisse kiebitzen bleiben trotzdem – auch dank der freundlichen und hilfsbereiten Menschen vor Ort – erhalten. Wer noch nicht dort war: Die sonnige Dachterrasse ist ein Highlight.

Beim Rahmenprogramm setzen wir auf Aktivitäten, die im englischsprachigen Raum bei Scrabble-Turnieren gut ankommen: Speedscrabble mit 10 Minuten je Partie (mit „Sekretär“) und ein Pubquiz. Beides ist im deutschsprachigen Scrabble noch nicht erprobt, aber gemeinsam werden wir hier sicherlich das richtige Format finden und weiterentwickeln. Auf jeden Fall werden wir auch für das Finale den alternativen Extra-Raum mit Live-Kommentar durch Spitzenspieler und mitlaufende Scrabble-Engines beibehalten.

Also: nichts wie anmelden! Die Ausschreibung mit Anmeldeliste steht online.

Euer Vorstand

 

Bildmaterial: DM 2018

Kategorie: DM

DM in Stuttgart: Spannend, bewegt und mit logischem Sieger

15. Mai 2018

von Hans Trachsel

Dank der ausgezeichneten aktuellen Berichterstattung von Wolfram Inngauer und dem trotz kleiner Irrtümer höchst lesenswerten Bericht in den Stuttgarter Nachrichten kann es hier nur noch darum gehen, ein paar Anmerkungen zu dieser „Deutschen Meisterschaft des Aufbruchs“ zu machen. Der Sieger ist zwar der grosse Favorit, die Finalpaarung zwischen der Nummer 1 und 2 der Elo-Liste ist ebenfalls nur logisch, dennoch gab es viele erfreuliche Novitäten.

Zuallererst überraschte die grosse Zahl an jungen Mitspielenden. Das ist bemerkenswerterweise ebenfalls zu einem guten Teil ein Verdienst der beiden Finalisten. Ben nahm vor ein paar Jahren den verheissungsvollen Timon unter seine Fittiche. Der erfüllte und übertraf die Erwartungen, wurde gar Champion und die Nummer eins und somit eine „Gefahr“ für Ben. Doch Fairness und Sportsgeist  leiden darunter nicht, im Gegenteil. Und somit dürfen wir feststellen: Rund ein Dutzend junge Leute haben in Stuttgart mitgespielt, bravourös gekämpft, das Bild auch optisch aufgehellt und sich sympathisch und ohne Allüren eingefügt. Um die Zukunft des Turnierscrabbelns muss uns nicht bange sein, die Jungen fordern schon jetzt alle und werden es noch mehr tun.

Die Art wie das Finale inszeniert wurde, hat mir sehr gefallen und fand zurecht viel Anerkennung. Im Moment scheint es utopisch, doch so könnte sich die Scrabbleszene auch einem grossen Publikum präsentieren. Im Schach klappt das ja auch. Die Kommentare waren erhellend und gaben Einblicke in die von raffinierter Taktik geprägte Gedankenwelt von Spitzenspieler(inne)n.

Ein Vorschlag

Eigentlich ist es verrückt: Es gibt nun nach 9 DM’s bereits zwei Leute, die diesen Anlass dreimal gewonnen haben: Ulla und Ben. Erstaunlich, weil doch das Buchstabenglück eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt. Aber mit überdurchschnittlichem Können bahnt man sich eben doch immer wieder den Weg nach oben.

Wäre es angesichts solcher Überlegenheit nicht diskussionswürdig, zwei Kategorien zu schaffen? Nicht um das grosse Mittelfeld an ausgezeichneten Spielern herabzusetzen, im Gegenteil. Es böte einen Ansporn, alles zu versuchen, um in die oberste Liga aufzusteigen. Die Champions League ist da zwar bereits ein gelungener Anfang. Doch Turniere, bei denen man um den Aufstieg in die oberste Klasse kämpfen könnte, wären sicher eine spannende Sache und ein zusätzlicher Motivator.

Dabei möchte ich realistisch bleiben und allen, die schon jetzt in der Organisation unter Opferung von viel Zeit und Kraft mitwirken, mehr als ein Kränzchen winden. Dank ihnen profitieren alle von einem Regelwerk, das nicht von abgehobenen Funktionären manipuliert wird, sondern von aktiven Mitstreitern, die den Turnieralltag bestens kennen. Eine Neuordnung im skizzierten Sinn würde natürlich viel zusätzliche Arbeit bescheren.

Wer mehr wissen will über die eben gespielte DM findet im Netz alles, was das Scrabbleherz begehrt. Und ganz viele erstaunliche Ergebnisse. Auch diese ausgezeichnete Dokumentation ist ein Verdienst ehrenamtlichen Helferwillens. Unser Spiel lebt und gedeiht – dank allen, die sich trauen, es auch wettkampfmässig zu betreiben.

 

DM 2018: Nachbearbeitung

14. Mai 2018

Wer die Finalspiele nicht mitverfolgt hat oder sie gerne noch einmal Schritt für Schritt erleben möchte, hat in der Durchklick-Variante nun auch diese Möglichkeit, bei der die Quackle-Analyse gleich mit angezeigt wird (sofern der Mauszeiger an der entsprechenden Stelle ist).

Auch die Presse berichtet:

Ben Berger holte sich nicht nur den Meistertitel zurück, sondern auch die Spitze der Elo-Rangliste.
Auch die „Hall of Fame – Rekorde“ hat einige neue Einträge: Gleich viermal wurde die 600er-Marke übertroffen, dreimal wurde die Punktesumme 1000 übertoffen. Der Punkteschnitt war trotz einiger Neulinge und Spielern mit noch wenig Turniererfahrung noch etwas höher als bei der letzten DM, außer den Liga-der-Champions-Turnier kann nur der Wolpertinger Cup 2017 einen höheren Punkteschnitt bieten.

Hinweis: Noch sind nicht alle Aktualisierungen erfolgt – insbesondere die Spieler-Historie muss noch gefüllt werden.

Deutsche Meisterschaft – aktuelle Meldungen

13. Mai 2018

Abschlusstabelle 

Sonntag, 13. Mai – Finaltag

13:45 h

Siegerehrung: Präsident Sebastian Herzog bedankt sich zuerst bei den drei Organisatorinnen vor Ort für die mustergültige Ausrichtung der Meisterschaft.

Dank an die Stuttgarter Organisatorinnen: (v.l.) Präsident Sebastian Herzog, Betti Disselkamp, Susanne Rabente, Sabine Becker

Dann erhalten die 10 erstplatzierten Spielerinnen und Spieler Urkunden, die ersten drei ihren zusätzlichen Preis.

So sehen Sieger aus: (v.l.) Timon Boerner, Ben Berger, Uschi Müller.

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9. Deutsche Meisterschaft

7. Mai 2018

In wenigen Tagen ist es wieder so weit: Zahlreiche deutschsprachige Scrabbler kommen zusammen, um auszuspielen, wer sich für ein Jahr Deutsche Meisterin oder Deutscher Meister nennen darf. Traditionell geht es in einem Jahr mit gerader Jahreszahl an einen neuen Spielort, das Werkhaus Feuerbach in Stuttgart wird Nachfolger der bisherigen Austragungsstätten in Bad Kissingen, Nienburg, Detmold und Düsseldorf.

Unter den aktuell gemeldeten 66 Teilnehmern befinden sich fast alle bisherigen Titelträger: Rekordmeisterin Ulla Trappe (2010, 2012, 2015), der zuletzt in geraden Jahren dominierende Ben Berger (2014, 2016), Uschi Müller (2013) sowie Stefan Merx (2017); lediglich Maria Feige, Meisterin 2011, muss diesmal passen.
Hinzu kommen der Elo-Ranglisten-Führende Timon Boerner, der „ewige DM-Finalist“ Theo Kardel (2012, 2015, 2017), Präsident und Externsteine-Sieger Sebastian Herzog – allesamt zur „Top 5“ der Rangliste gehörend.

Und damit sind noch lange nicht alle Titelkandidatinnen und -kandidaten genannt, auch Österreich und die Schweiz schicken natürlich wieder die besten Kräfte.
Besonderes Augenmerk ziehen auch vier Turnierdebütanten auf sich. Können sie auf Anhieb in vordere Regionen vordringen?
Eine Premiere ist das Turnier auch für die Vor-Ort-Organisatorinnen Susanne Rabente, Betti Disselkamp und Sabine Becker. Ihnen und allen Starterinnen und Startern wünschen wir ein rundum gelungenes Turnier, wenn auch naturgemäß nicht jeder mit positiver Bilanz abschneiden kann.

Die Finalspiele am Sonntag werden an dieser Stelle natürlich wieder in der gewohnten Form übertragen.

DM 2018 in Stuttgart

18. Oktober 2017

Die nächste Scrabble-DM wird am Himmelfahrtswochenende in Stuttgart stattfinden, sodass die südlich wohnenden Spieler und Spielerinnen auch mal in den Genuss einer kurzen Anreise kommen. Auch für alle anderen ist der Spielort in der Schwabenmetropole sicher nicht schwer zu erreichen und eine Reise wert.

Herzlichen Dank an die Organisatorinnen vor Ort. Susanne Rabente hatte die Idee zur Location und wurde tatkräftig von Sabine Becker und Betti Disselkamp unterstützt.

Wir freuen uns auf ein großes Turnier im Süden.

Ausschreibung