Kategorie Archive: Turniere

Fairmasters: Nach dem Turnier

6. Mai 2017

Wie üblich nach einem Turnier gibt es die eine oder andere Veröffentlichung. So sind auf der turniereigenen Homepage nun Fotos und Zeichnungen zu finden.

Die Bergedorfer Zeitung hat umgehend berichtet; schon am Finalabend war der Bericht über das Turnier online – leider haben sie wohl nicht recht mitbekommen, wer gewonnen hat. Auch die Beobachtung von Österreichern hatte die Zeitung exklusiv.

Aktualisiert ist auch die Elo-Rangliste. Spielerhistorie und Hall of Fame folgen in Kürze.

Fairmasters: Premieren und Rekorde

3. Mai 2017

Das Hamburger Fairmasters ist dafür bekannt, öfter mal etwas Neues auszuprobieren. Nicht alle Ideen kamen dabei so gut an wie das Spielen mit Uhr, das aus dem heutigen Turnierscrabble überhaupt nicht mehr wegzudenken ist. Bei der 10. Ausgabe ging es über die Stadt- und Bundeslandgrenze hinaus ins Schloss Reinbek, so dass zum ersten Mal ein SDeV-Turnier in Schleswig-Holstein stattfand; die neue Austragungsstätte kam bei den Teilnehmern bestens an. Fast neu, aber doch keine echten Premieren waren die Anwendung der international üblichen Zeitbeschränkung auf 25 Minuten (wie beim Augsburger Kompakt-Turnier) sowie die Ausdehnung eines Wochenendturniers auf vier Tage (wie in Syke 2011).

Timon aus Sicht des Schnellzeichners
Echte Rekorde sind die höchste Durchschnittspunktzahl eines offenen Turniers von 395,66 Punkten (die Liga der Champions ist hier naturgemäß nicht vergleichbar) sowie das Alter des Turniersiegers: Nie zuvor hat ein SDeV-Turnier so einen jungen Sieger gesehen; Ben Berger war bei seinem ersten Erfolg einige Monate älter als der neue Hamburg-Champion Timon Boerner.
Ben hatte sich in Runde 19 gegen Thomas Maier geschlagen geben müssen; dies führte dazu, dass er in Runde 20 in ein direktes Duell mit Jörg Diersen gehen musste, dessen Sieger dann sicherer Finalteilnehmer wäre. Jörgs Frau Manuela Hilgenkamp hatte mit einem Sieg weniger und deutlich weniger erspielten Punkten selbst keine realistische Finalchance mehr, hätte Timon aber in Bedrängnis bringen können, denn Ben hätte ihn auch noch gut überholen können, wenn beide verloren hätten. Timon aber verhinderte die Rechenspiele mit seinem Sieg und so musste Ben nach der Niederlage gegen Jörg im Finale zuschauen. Weiterlesen

Fairmasters-Jubiläum

25. April 2017

Willkommen im Klub der „Zweistelligen“! Nach dem Westerwald und Düsseldorf (inkl. DM 2016) ist Hamburg der dritte Austragungsort, der sich über die 10. Austragung eines SDeV-Turniers freuen kann.
Schloss Reinbek
Fast schon Tradition beim Fairmasters ist die wechselnde Austragungsstätte; diesmal geht es sogar über die Bundeslandgrenzen Hamburgs hinaus ins benachbarte schleswig-holsteinische Reinbek. Das dortige Schloss dürfte dem Jubiläum einen würdigen Rahmen geben.

Besonders interessant ist das Turnier, das wegen des Maifeiertags über vier Tage bzw. 20 Runden plus Finale ausgetragen wird, auch dadurch, dass die DM-Finalisten von 2016, Ben Berger und Timon Boerner, erstmals wieder aufeinandertreffen. Timon ist damit auch gleich ein Kandidat, der die erstaunliche 2017er-Serie fortsetzen könnte, dass bislang alle Turniere des Jahres von Spieler(inne)n gewonnen wurden, die zuvor noch nicht mit einem Turniersieg hatten glänzen können.
Aber nicht nur Ben und Timon, Nummer 1 und 2 der Elo-Ragliste, sind am Start, sondern auch die Nummer 3, Manuela Hilgenkamp. Die Top 10 und Top 20 sind jeweils genau zur Hälfte dabei. Spiele auf hohem Niveau und große Spannung sind also garantiert. Keine leichte Aufgabe für Titelverteidigerin Nadja Dobesch, die im vorigen Jahr die Nachfolge des abwesenden Seriensiegers (2012 bis 2015) hatte übernehmen können. Im nach derzeitigem Stand 37-köpfigen Teilnehmerfeld befinden sich neben Neuling Jürgen Lindemann auch drei Spieler, die bislang weniger Turnierspiele bestritten haben als die 20, die es diesmal zu bestreiten gilt.

Wir werden an dieser Stelle natürlich wieder wie gewohnt aktuell informieren und am Montag (1. Mai) das Endspiel übertragen.

Update:
Vor der letzten Runde hatten neben Timon, der fast schon „durch“ war, Ben Berger und Jörg Diersen realistische Finalchancen – sie trafen direkt aufeinander. Jörg setzte sich durch – aber nur gegen Ben; im Finale dann lag Timon vorne. Herzlichen Glückwunsch!

German Open in Berlin

6. April 2017

Am 8. und 9. April 2017 wird in Berlin das englischsprachige German-Open-Turnier ausgetragen.

Wie wir es von den deutschsprachigen Turnieren gewöhnt sind, werden die Ergebnisse aktuell durch tsh zur Verfügung gestellt:


Favorit David Webb holt den Turniersieg mit einer Bilanz von 14:1. Anand Buddhdev hatte ihm das Leben lange schwer gemacht, fiel am Ende auf Rang 3 hinter Rafal Dominiczak zurück.
Die ersten 8 Plätze wurden von Spielern der A-Kategorie (9 waren gestartet) belegt.

Pam Morris als einzige B-Spielerin aus dem deutschsprachigen Raum belegte Rang 12 mit einer Bilanz von 8:7. Sie darf Österreich beim WESPA-Weltturnier 2017 in Kenia im November vertreten.

Es folgen Ben Berger (C) und Peggy Fehily (somit beste D-Spieler des Turniers), jeweils mit 7:8, die sich damit die beiden WESPA-Startplätze für Deutschland sicherten.

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Ben wieder im Finale – doch Esser gewinnt

13. März 2017

Von Hans Trachsel                                                                                                    die Fotos vom Turnier von Hans Zahn

Im zweiten Anlauf sollte es nun wirklich klappen, doch es kam anders. „Überflieger“ Ben Berger wurde seiner Favoritenrolle gerecht und erreichte wie schon 2016 souverän das Finale am hervorragend dotierten 7. Scrabbleturnier in St. Gallen. Und wieder gelang es nicht: Josef Esser aus Berlin, sein einziger Bezwinger in den vorangegangenen zwölf Spielen, schaffte das Kunststück im Finalspiel erneut.
Beide warteten mit feinster Wortkunst auf: Esser eröffnete den Bingo-Reigen mit KIESENS und übersah dabei, dass er mit KLEINES ein zweites hellrotes Feld und damit eine Vervierfachung hätte herausholen können. Ben konterte umgehend mit VERKENNT; dem Gewinner der Partie gelangen dann noch EIGNEST und die matchentscheidenden SATIREN, während Ben mit TRIAGEN und UMNAHMST – welches erfolglos angezweifelt wurde – nicht mehr ganz herankam.

Beim 50-jährigen Berliner Physiker und Dozenten kamen auf dem Weg zu seinem ersten Turniersieg Erinnerungen auf an einen verpassten Triumph, der schon vor zwölf Jahren in Griffnähe lag. Es war im Finale des ZEIT-Turniers und Esser führte deutlich gegen die Schweizerin Blanca Gröbli-Canonica, da riskierte er DRIFTES, ein Bingo, das er gar nicht mehr nötig hatte. Blanca zweifelte erfolgreich an, da die Genitivform falsch war und zog an ihm vorbei.

Dieselbe Blanca hätte auch am Wochenende in St. Gallen zum Stolperstein werden können, denn sie brachte ihm im letzten Spiel die dritte Niederlage bei. Esser glaubte schon, das Finale verpasst zu haben, doch es zeigte sich, dass er in den Punkten immer noch einen genügenden Vorsprung auf den zweiten Spieler mit 9 Siegen hatte. Der sympathische Sieger, der nun lange Jahre stets etwas im Schatten der ganz Grossen stand, erhielt nach dem Finale einen Riesenapplaus von allen Mitspielenden. Er ist der dritte erstmalige Turniersieger nach ebenso vielen Turnieren in diesem Jahr. Ob das so weitergeht? Weiterlesen …

Tradition in St. Gallen

9. März 2017

Seit 2011 treffen sich alljährlich zahlreiche Scrabblerinnen und Scrabbler in St. Gallen zum derzeit einzigen regelmäßig außerhalb Deutschlands stattfindenen SDeV-Turnier, das inzwischen sicherlich als „Traditionsturnier“ bezeichnet werden kann.
Das Teilnehmerfeld ist wieder einmal exquisit, angefangen bei Titelverteidigerin Claudia Aumüller über Ranglisten-Spitzenreiter Ben Berger (dem „St. Gallen“ noch in der Sammlung fehlt), seine Vorgängerin Ulla Trappe bis zu allen weiteren bisherigen St.-Gallen-Siegern (Regula Schilling (3x), Jürgen Miguletz und Friedrich Engelke).

Oder bleibt das Jahr 2017 das der „neuen Turniersieger“? Bei den ersten beiden Turnieren des Jahres ging der Sieg jeweils an Spieler, die noch nie ganz vorne lagen.
Wir werden sehen, was die „Gallen-Steine“ in diesem Jahr hergeben.

Bericht zu den Israeli Open

27. Februar 2017

von Ben Berger

Deutschland und Österreich gut vertreten bei den Israeli Open
Brigitte Brath aus Heilbronn gewinnt Ratings-Preis in Division „C“

Die 9. Israeli Open sind vorbei und haben wieder einmal eine weite Bandbreite von Spielerinnen und Spielern aus vielen Ländern angezogen. Deutschland war mit Brigitte Brath und Ben Berger vertreten. Für Österreich war die gebürtige Australierin Pam Morris aus Wien am Start.
Nach 22 Spielen in Akkon, ganz im Norden von Israel, konnte sich der Engländer David Webb (17:5) knapp vor seinem Landsmann Elie Dangoor und dem Israeli Raz Naot durchsetzen und das Preisgeld von 5000 Schekel (ca. 1300 Euro) sichern. Für die deutschen Spieler gab es Licht und Schatten. Brigitte Brath berappelte sich nach einem durchwachsenen Start noch und konnte von Platz 32 nach 14 Runden auf einen starken 10. Platz (13:9 Siege, +246 Differenzpunkte) vorkämpfen. Dies bedeutete auch gleichzeitig den „Ratings-Prize“ für das beste Abschneiden einer Spielerin in der Wertungsgruppe „C“ und 500 Schekel Preisgeld (ca. 130 Euro) für die Heilbronner Englischlehrerin (im Bild rechts bei der Preisübergabe durch Maureen Hoch). Ben Berger startete dagegen sehr stark und war nach 11 Spielen sogar auf Platz 7. So gut er angefangen hatte, so gut hat er nachgelassen, und musste sich nach einem sehr durchwachsenen Schlusstag mit Platz 29 (11:11 Siege, -665 Differenz) begnügen. Immerhin gewann er einen Sonderpreis für das beste Wort in seiner Wertungsgruppe: INT(ER)PRET. Im englischen Scrabble sind 9-Buchstaben-Wörter etwas Aufsehen erregender als im deutschen Scrabble. Pam Morris komplettierte die Delegation der Spieler aus dem deutschsprachigen Raum und wurde 16. (12:10 Siege, +156 Differenz).
Bereits in 6 Wochen werden sich eine Menge der Spielerinnen und Spieler wiedersehen, wenn die German Open in Berlin-Mitte im Tagungshaus „Alte Feuerwache“ vom 8. bis 9. April stattfinden werden. 36 Spielerinnen und Spieler aus 12 Ländern sind bereits angemeldet.

Externsteine: Zum siebten Mal Scrabblesteine

25. Januar 2017

Weiter geht es im Turnierjahr 2017. Zum siebten Mal wird ab Freitag der Externsteine Cup ausgetragen, das erste Wochenendturnier des Jahres.
Kann Theo Kardel die Serie halten, das Turnier in jedem ungeraden Jahr zu gewinnen? Oder verteidigt Uschi Müller ihren Titel? Einige weitere sehr stark einzuschätzende Spielerinnen und Spieler sind am Start. Wir werden hier wie gewohnt berichten.
Für Sonntag ist dann auch die Live-Übertragung des Finalspiels geplant. Voraussetzung ist wie immer, dass die technischen Gegebenheiten dies erlauben – wir sind zuversichtlich.
Den Organisatoren und allen Mitspielern wünschen wir ein gelungenes Turnier!

Aktuell (Sa-Abend): Was für eine Spannung vor dem Schlusstag. Zwei Runden, bevor die Finalisten gekürt werden, steht eine Dreiergruppe sieggleich (8:2) an der Spitze, die noch keine Turniersiegererfahrung hat: Jutta Wittmann, Lea Gettys und Manuel Müller. In Lauerstellung (7:3) die „siegerfahreren“ und zum Favoritenkreis gehörenden Claudia Aumüller und Sebastian Herzog, aber auch Michael Weiand und Lizzy Banse, die schon vor 14 Tagen in Forsbach positiv überraschen konnte.
Aktuell (So-Mittag): Im Finale treffen Jutta Wittmann und Lea Gettys aufeinander. Für beide bedeutet das die Qualifikation zur Liga der Champions; und für die Gewinnerin ist es in jedem Fall der erste Turniersieg überhaupt. Um 12 Uhr soll das Finale starten.
Aktuell (nach dem Turnier): Wir gratulieren Jutta Wittmann sehr herzlich zum Turniersieg!

Damals …

24. Januar 2017

Anlässlich der Diskussion und Faktensuche im Zusammenhang mit zwei Austragungen einer „Deutschen Scrabblemeisterschaft“ in den 1970er-Jahren hat Sebastian Herzog eine Artikel der Neuen Hannoverschen Presse (NHP) aus dieser Zeit des Scrabbelns „ausgegraben“: