Kategorie Archive: Aktuelles

9. Scrabbinale

4. Dezember 2016

Nach den German Open im April und der Liga der Champions im Juli wird es 2017 auch wieder eine traditionelle Berliner Veranstaltung geben: Event Nummer drei in der Hauptstadt wird im September die 9. Scrabbinale sein.

Gastgeber ist wie gewohnt das Hotel Dietrich Bonhoeffer in der Stadtmitte, Anmeldungen werden ab sofort und gerne angenommen.

Ausschreibung

 

Weihnachtspreisrätsel

1. Dezember 2016

Anlässlich des bevorstehenden Festes gibt es auf unserer Homepage etwas zu gewinnen.

Jede Einsendung eines gültigen Wortes, das in der hier abgebildeten Scrabble-Situation angelegt werden kann und mindestens 30 Punkte wert ist, nimmt an der Verlosung eines Scrabble-Originalspiels teil. Eine Spielesammlung von Mattel kann gewinnen, wer mindestens sechs regelkonforme Züge vorschlägt, die 50 oder mehr Punkte einbringen. Bitte schickt Eure Vorschläge bis zum 21. Dezember 2016 an scrabbeln@posteo.de. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Vergnügen!

3. Wolpertinger – hart bedrängter Ben hielt stand

29. November 2016

Von Hans Trachsel

wolpertinger-siegerBen Berger hat seinen Titel vom Vorjahr am 3. Wolpertinger-Turnier in München bestätigt. Doch er wurde hart bedrängt, so dass die Spannung bis zuletzt gewahrt blieb.

Herausragender Wortschatz, stupendes Anagrammieren und gelegentlich eigenwillige Taktik: Das sind Markenzeichen des 31-jährigen Juristen Ben Berger aus Freiburg. Dennoch könnte man nicht behaupten, dass er die deutschsprachige Scrabblewelt nach Belieben dominiert. Er gewann zwar im Jugendgästehaus des Stadtteils Thalkirchen 11 von 14 Spielen und erreichte eine hohe Punktedifferenz. Ulla Trappe, seine Vorgängerin als Nummer 1 der Elo-Liste, besiegte ihn jedoch im vorletzten Spiel und sorgte dafür, dass die Entscheidung erst in der letzten Partie fiel.

Ben gewann diese gegen Michael Stolberg mit 454:373 und war damit der einzige mit 11 Siegen. Hätte er verloren, wäre Stefan Merx, der seit Jahren ganz vorne mitmischt, zum überfälligen ersten Sieg an einem grossen Turnier gekommen. Bezüglich Differenz lag Stefan mit Ben fast gleichauf und hätte ihn aufgrund der Ausgangslage vor dem letzten Spiel bei Gleichstand von 10:10 Siegen überflügelt. Nur diese beiden kamen auf eine Differenz von über tausend Punkten.

platz-2Ganz vorne mischten auch Nadja Dobesch, die Wienerin Lisbeth Schön und Manuel Müller mit. Manuel unterbrach die Siegesserie von Ben als erster in der siebten Partie mit 425:414. Nadja machte es gleich danach noch besser gegen den Dominator: Sie fertigte ihn mit 422:314 ab. Mit neun Siegen noch unter die besten Zehn kamen Ingrid Nöth, Uschi Müller, Raimund Dillmann und die Schweizerin Regula Schilling. Gleich hinter ihr klassierte sich auf dem 10. Platz ihre Landsfrau Blanca Gröbli-Canonica.

Als Beste nach den Top Ten folgt die Berlinerin Ulrike Brodkorb, die als Mitorganisatorin des Turniers um das Münchner Fabelwesen regelmässig den berüchtigten Weisswurstäquator überwindet. Gleich hinter Ulrike mit nur vier Differenzpunkten weniger findet sich Hans Trachsel mit ebenfalls acht Siegen auf dem für ihn schon lange nicht mehr erreichten Platz zwölf. Platz 13 belegt eine ganz Grosse: Ulla Trappe. Sie konnte zwar Ben wie erwähnt ein Schnippchen schlagen, fing aber einige überraschende Niederlagen ein und weiss nach eigenen Angaben nicht so recht, wie es mit ihrer Scrabblekarriere weitergehen soll. Wie Ben versucht sie sich nächstes Jahr an der englischsprachigen Meisterschaft in Berlin. Auf acht Siege kamen noch Dorothea Delpino, Michael Stolberg und Tine Höfler. Im Feld der 42 Mitspielenden befand sich mit Andrew Solomon auch ein Amerikaner. Er fing zwar gegen Blanca Gröbli mit 670:326 eine saftige Niederlage ein und war damit an der punktemässigen Rekordpartie des Turniers beteiligt. Nur vier Punkte fehlten zum Tausenderspiel.

Der Wolpertinger hat sich in kurzer Zeit im Turnierkalender etabliert. Auch nächstes Jahr wird sich aller Voraussicht nach wieder ein starkes Feld in der bayerischen Landeshauptstadt einfinden.

Nachruf

18. November 2016

Am 11. November ist Dr. Werner Scholze-Stubenrecht, der langjährige Leiter der Duden-Redaktion, mit 68 Jahren an seiner schweren Knochenmarkerkrankung verstorben.

Vor allem für die Teilnehmer des jährlichen ZEIT-Turniers war er dank seiner von heiteren Quizfragen untermalten Vorträge über die Arbeit der Duden-Redaktion ein willkommener Teil der Veranstaltung – unvergesslich ist hier das sagenhafte Onomatopöien-Quiz! Und nach dem Umzug der Duden-Redaktion nach Berlin wurde er dort zum regelmäßigen und gern gesehenen Mitspieler der wöchentlichen Scrabblerunde.

Wer ihn näher kennenlernte, wusste sehr schnell seinen Humor zu schätzen, bekam haarscharfe Rezensionen soeben gelesener Bücher, begeisterte Berichte von Reisen und kulinarischen Erlebnissen und interessante Erkenntnisse über Fitnesstraining in den eigenen vier Wänden – zu den Rolling Stones auf der Stelle joggen oder auf einem kleinen Trampolin hüpfen funktioniert tatsächlich!

Wann immer Scrabblefans über fehlende Einträge im Duden redeten, zückte er sein Notizbuch.

Danke für das Qi, den Ska und das Cuvée und viele unterhaltsame Stunden, lieber Werner!

Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Ute.

Hilfreiche Materialien für Scrabbler/-innen und Turnierleiter/-innen

17. November 2016

Wer seine Notationsblätter (A4 und A5) für den privaten Gebrauch gerne selber ausdrucken möchte, findet sie hier zum Herunterladen als PDF, resp. unter „Turniere“.

Wer sich einmal selber an die Organisation eines Turniers (Wochenend-Turnier oder Ein-Tages-Turnier) wagen möchte, findet eine Hilfestellung für Turnierleiter/-innen unter „Turniere“/“Turnierantragsformular“. Hier wird vorgestellt, was es alles zu tun gibt und wie der Verein euch unterstützen kann. Ebenfalls unter „Turniere“/“Notationsblätter“ gibt es auch eine Vorlage für die Protokollierung von Halbfinal- und Finalspielen sowie eine neue Vorlage für die Resultatmeldekarten (Scorecards), welche auch Platz vorsehen für die Notierung der Blankosteine.

Damit sind viele Erleichterungen geschaffen worden, die ihr hoffentlich auch gut nützen könnt; nur spielen müsst ihr immer noch selber!

17. ZEIT-Turnier: FRIEDRICH FÜHLTE SICH WOHL BEIM ALTEN FRITZ

7. November 2016

Von Hans Trachsel

Für Monika Weber war klar, weshalb in Rheinsberg nördlich von Berlin nur ein Friedrich gewinnen konnte: „Der alte Fritz begegnet einem hier auf Schritt und Tritt, sei es im Schlosspark oder im Städtchen, da auch mal als Restaurant zum Jungen Fritz“. Mit funkelndem Witz führte Monika auch dieses Jahr durch den Abschlussabend des von 48 Scrabblerinnen und Scrabblern bestrittenen ZEIT-Turniers.

Ganz so einfach war es natürlich nicht für den 73-jährigen Friedrich Engelke aus dem Schwarzwald. Freilich hatte er zum Favoritenkreis gehört, doch 2011 war er in den Halbfinals gescheitert. Dieses Jahr konnte er gegen die Schweizerin Regula Schilling gewinnen, vor allem dank eines von Glück begünstigten Hinspiels, in welchem er eine grosse Differenz schaffte.

Bereits zum 2. Mal in Finale des ZEIT-Turniers stand Nadja Dobesch, die Siegerin von 2014. Sie hatte im Halbfinal die überraschend stark aufspielende Agnes Ehrlich aus Augsburg bezwungen. Doch weil nun offenbar Friedrich der Grosse vom Sockel stieg und seinen Namensvetter unterstützte, wurde nichts aus dem zweiten Triumph an diesem Turnier mit seiner eigenen Aura.

Im ersten, von Vorsicht geprägten Finalspiel ging es ausgeglichen zu und her. Nadja konterte den Bingo LEDIGEN spektakulär mit MESCALIN, und auch der ausgefuchste Professor mit Hauptrichtung Physik wusste nicht, dass es nur mit K gültig wäre. Kurz danach legte Nadja mit MOSERTEN nach, und es dauerte eine Weile, ehe Friedrich mit ZUDREHEN wieder herankam. Das Spiel ging mit 410:392 zugunsten Friedrichs aus, die Spannung blieb gewahrt.

Im Rückspiel eröffnete Friedrich den Bingoreigen mit NEUSTES, Nadja verblüffte mit TERMINI, doch ihr Gegner konnte gleich wieder vorpreschen mit dem STEIGER. Die Wende schaffte der Hochschullehrer dann mit ERRANGEN und TUNKEND, während sich Nadja mit schwierigen Buchstaben abmühte. Friedrich hatte alle vier Joker in diesen zwei Spielen, was zeigt, wie bravourös, aber letztlich aussichtslos, Nadja kämpfte. Weiterlesen