Kategorie Archive: Aktuelles

Scrabble-Wissenslücken im TV

17. Mai 2018

Es ist erfreulich, wenn Scrabble ein Thema in Quizshows ist. Nicht ganz so erfreulich sind dann zu Tage tretende Wissenslücken.
In der beliebten ARD-Quizsendung „Gefragt – Gejagt“ musste der äls Jäger fungierende Profi-Quizzer Sebastian Klussmann folgende Frage beantworten: „Laut den deutschen Scrabble-Regeln von 1987 bekommt jeder Spieler wie viele Spielsteine?“ – „10“, lautete seine spontane Antwort. Nun hatte der Kandidat seine Chance, den Fehler des Profis auszunutzen: „12“.
Wir müssen also offenbar noch etwas Öffentlichkeitsarbeit leisten.

Die Folge ist noch für einige Tage in der ARD-Mediathek abrufbar. Die Scrabble-Frage wird bei 43:28 Minuten gestellt:

DM in Stuttgart: Spannend, bewegt und mit logischem Sieger

15. Mai 2018

von Hans Tachsel

Dank der ausgezeichneten aktuellen Berichterstattung von Wolfram Inngauer und dem trotz kleiner Irrtümer höchst lesenswerten Bericht in den Stuttgarter Nachrichten kann es hier nur noch darum gehen, ein paar Anmerkungen zu dieser „Deutschen Meisterschaft des Aufbruchs“ zu machen. Der Sieger ist zwar der grosse Favorit, die Finalpaarung zwischen der Nummer 1 und 2 der Elo-Liste ist ebenfalls nur logisch, dennoch gab es viele erfreuliche Novitäten.

Zuallererst überraschte die grosse Zahl an jungen Mitspielenden. Das ist bemerkenswerterweise ebenfalls zu einem guten Teil ein Verdienst der beiden Finalisten. Ben nahm vor ein paar Jahren den verheissungsvollen Timon unter seine Fittiche. Der erfüllte und übertraf die Erwartungen, wurde gar Champion und die Nummer eins und somit eine „Gefahr“ für Ben. Doch Fairness und Sportsgeist  leiden darunter nicht, im Gegenteil. Und somit dürfen wir feststellen: Rund ein Dutzend junge Leute haben in Stuttgart mitgespielt, bravourös gekämpft, das Bild auch optisch aufgehellt und sich sympathisch und ohne Allüren eingefügt. Um die Zukunft des Turnierscrabbelns muss uns nicht bange sein, die Jungen fordern schon jetzt alle und werden es noch mehr tun.

Die Art wie das Finale inszeniert wurde, hat mir sehr gefallen und fand zurecht viel Anerkennung. Im Moment scheint es utopisch, doch so könnte sich die Scrabbleszene auch einem grossen Publikum präsentieren. Im Schach klappt das ja auch. Die Kommentare waren erhellend und gaben Einblicke in die von raffinierter Taktik geprägte Gedankenwelt von Spitzenspieler(inne)n.

Ein Vorschlag

Eigentlich ist es verrückt: Es gibt nun nach 9 DM’s bereits zwei Leute, die diesen Anlass dreimal gewonnen haben: Ulla und Ben. Erstaunlich, weil doch das Buchstabenglück eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt. Aber mit überdurchschnittlichem Können bahnt man sich eben doch immer wieder den Weg nach oben.

Wäre es angesichts solcher Überlegenheit nicht diskussionswürdig, zwei Kategorien zu schaffen? Nicht um das grosse Mittelfeld an ausgezeichneten Spielern herabzusetzen, im Gegenteil. Es böte einen Ansporn, alles zu versuchen, um in die oberste Liga aufzusteigen. Die Champions League ist da zwar bereits ein gelungener Anfang. Doch Turniere, bei denen man um den Aufstieg in die oberste Klasse kämpfen könnte, wären sicher eine spannende Sache und ein zusätzlicher Motivator.

Dabei möchte ich realistisch bleiben und allen, die schon jetzt in der Organisation unter Opferung von viel Zeit und Kraft mitwirken, mehr als ein Kränzchen winden. Dank ihnen profitieren alle von einem Regelwerk, das nicht von abgehobenen Funktionären manipuliert wird, sondern von aktiven Mitstreitern, die den Turnieralltag bestens kennen. Eine Neuordnung im skizzierten Sinn würde natürlich viel zusätzliche Arbeit bescheren.

Wer mehr wissen will über die eben gespielte DM findet im Netz alles, was das Scrabbleherz begehrt. Und ganz viele erstaunliche Ergebnisse. Auch diese ausgezeichnete Dokumentation ist ein Verdienst ehrenamtlichen Helferwillens. Unser Spiel lebt und gedeiht – dank allen, die sich trauen, es auch wettkampfmässig zu betreiben.

 

Altbewährtes neu aufgelegt:
S(CH)RABBLE-Turnier St. Gallen 2019

17. April 2018

Unter einem neuen Ausrichterteam und an einem neuen Ort findet das St. Galler Turnier 2019 vom 15. bis 17. März statt. Wir freuen uns, dass Lorenz Knöpfli sich mit grossem Elan an die Aufgabe machte und sogar die Stadt St. Gallen gewinnen konnte, einen grosszügigen Preis zu sponsern. Zusammen mit Ursi Zurflüh und Stefan Merx wird er ein tolles Turnier ausrichten.

Ausschreibung

Schichtwechsel bei SDeV

17. April 2018

Schon vor der Mitgliederversammlung am vergangenen Samstag stand fest, dass die drei Stellvertreterinnen und Vorstandskolleginnen des Vereinspräsidenten Sebastian Herzog ihr Amt in diesem Jahr weiterreichen wollen.

Claudia Aumüller und Regula Schilling bekleideten ihr Amt in den letzten vier Jahren, Claudia Benning für zwei Jahre – Zeit für einen Schichtwechsel, denn immerhin zählt der Verein derzeit knapp 150 Mitglieder.

Zur Wahl stellten sich Ben Berger, Wolfram Inngauer und Jutta Wittmann, die alle langjährige Vereinsmitglieder, erfahrene Turnierausrichter/innen und Spieler/innen sind. Es gab 44 Stimmrechte, alle drei wurden mit großer Mehrheit gewählt, und sie freuen sich auf die neuen Aufgaben.

Eckhard Brekenkamp kandidierte erneut für das Amt des Schatzmeisters und wurde ebenfalls im Amt bestätigt. Als Kassenprüfer werden in den nächsten zwei Jahren Milo Classen und Werner Tiede fungieren.

Ein Protokoll der Versammlung geht den Mitgliedern demnächst zu.

Auf dem oberen Foto: Die Verabschiedung der Vorstandsmitglieder Claudia Benning (Mitte) und Claudia Aumüller (rechts) durch Schatzmeister Eckhard Brekenkamp (links). Regula Schilling konnte nicht teilnehmen und wird im Rahmen der DM an Himmelfahrt in Stuttgart verabschiedet werden.

Unteres Foto: Das neue Vorstandsteam mit Präsident Sebastian Herzog (rechts) und Schatzmeister Eckhard Brekenkamp (links) bilden Ben Berger (2. von links), Jutta Wittmann (Mitte) und Wolfram Inngauer (2. von rechts).

Dietmar Schönhoff auf den Spuren von Beuys

20. März 2018

Jetzt wissen wir, warum Dietmar Schönhoff das Scrabble Masters in Düsseldorf nicht mehr ausrichten kann. Er hat sich dem Schreiben hingegeben. Sein erstes Werk ist nun erschienen, und zwar ein besonderes, nämlich über einen der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts, Joseph Beuys.

Als Professor an der Kunstakademie in Düsseldorf wirkte er nicht nur dort und am Niederrhein, sondern erlangte auch weltweit Popularität. In seinem Buch widmet sich Dietmar Schönhoff nun den Spuren, die Beuys in Düsseldorf hinterlassen hat. Aber nicht nur dort, denn der zweite Teil des Buches führt an den Niederrhein von Mönchengladbach bis Kleve. Abgerundet wird das Werk durch eine Kurzbiografie des Künstlers und Hinweise auf Museen in Deutschland und dem benachbarten Ausland, in denen mindestens ein Werk von Beuys zu sehen ist. Faszinierende, zum Teil erstmals veröffentlichte Fotos runden das Buch ab und machen es so abwechslungsreich wie Beuys‘ Leben. Erschienen ist es im Droste Verlag Düsseldorf.