Author Archives: Stefan Merx

Regelkunde aus der Praxis

20. März 2019

Während im Finale von St. Gallen Nadja frühes NITRINS* vom Brett gezweifelt wurde, blieben Bens nicht in der Wörterliste aufgeführten Formen UNGESEHN* und OCKERM* liegen und trugen entscheidend zu seinem Erfolg bei.

Dass beide Züge unangetastet blieben, ist jedoch nicht so verwunderlich, wenn man weiß, dass die scheinbar analog gebildeten Formen GESEHN und LOCKERM zulässig sind.
Wohl niemand im Saal hätte ohne Nachschlagen sicher sagen können, dass es sich um „Phoneys“ handelt und auch noch die passende Begründung liefern können.
Manch einer vermutete nach dem Endspiel Fehler in der Wörterliste, und erst ein genaueres Nachschlagen in den ORZ und den Duden-Werken brachte Licht ins Dunkel. Weiterlesen …

S(CH)RABBLE-Nacharbeiten

20. März 2019

Das Finalspiel kann nun Schritt für Schritt – inklusive der Computeranalyse – nachvollzogen werden; auch zwei wietere Spiele der Finalisten wurden protokolliert und analysiert

Die Elo-Rangliste wurde inzwischen aktualisiert. Ben ist wieder um einige Punkte an Timon herangerutscht.

Ebenso ist die Auflistung des 1000er-Club um den neusten Eintrag Ulrike Brodkorb erweitert worden. Ben betonte in der Ehrung, dass sie nicht nur selbst bereits die tolle Zahl an Spielen erreicht hat, sondern durch ihren Einsatz bei vielen Turnieren für uns alle viele, viele Spiele möglich gemacht hat.

Altes und Neues in St. Gallen

13. März 2019

Das seit 2011 jährlich ausgetragene Turnier in der Schweiz hat Tradition. Einiges aber ist diesmal anders. Die beliebte Sprachheilschule steht als Spielort nicht mehr zur Verfügung; hoffen wir, dass der Adlersaal ähnliche Beliebtheit erlangen wird. Regula und Blanca, die das Turnier 2011 ins Leben riefen und seitdem stets hervorragend organisierten, können sich diesmal auf das Spielen konzentrieren.

Die Favoritenrolle geht wieder einmal an Ben Berger, dem aber das St. Galler Turnier auf der Vistenkarte noch fehlt. Das Turnierformat mit Endspiel sorgt aber dafür, dass er sich keinesfalls vor dem letzten Spiel sicher sein kann. Aber er könnte, nachdem Timon zuletzt in Nürnberg einige Punkte eingebüsst hat, vielleicht auch Platz 1 der Rangliste zurückerobern.

Es fehlen die beiden letzten Sieger, Ulla Trappe und Josef Esser – doch alle anderen früheren Gewinner des Turniers sind wieder da.

Vier Spielerinnen geben ihr Turnierdebüt; wir wünschen viel Spaß und Erfolg und dass sie sich so wohl fühlen, dass wir sie auch zukünftig bei Turnieren sehen werden.

1. Nürnberger Trichter:
Eine Wiedergeburt zur Premiere

27. Februar 2019

Von Hans Trachsel

Dank der ausgezeichneten aktuellen Berichterstattung während des Turniers kann ich mich hier auf Besonderheiten beschränken. Und da hat der bestens gelungene Nürnberger Trichter einiges geboten.

RENAISSANCE – das Stichwort zu Claudias Sieg, wie sie es selbst ausdrückte. Die sieggewohnte Berlinerin hat eine Durststrecke von über zwei Jahren hinter sich; sogar ihre Qualifikation für die Liga der Champions, die im Sommer stattfindet, war in Gefahr. Kein Thema mehr nach diesem Triumph, zum Glück. Nur einer hat bisher mehr Turniere gewonnen als Claudia, nämlich Ben Berger, der in Nürnberg nicht mitspielte, aber in der Organisation mithalf.

Ein Kuriosum ist sicher, dass Claudias Sieg über Timon Boerner als grosse Überraschung einzustufen ist, wegen ihres Rückfalls bei den Elo-Punkten. Als sie gleich in Runde 1 gegen Inessa Hellwig-Fabian verlor, dachten viele, dass ihre Pechsträhne weitergehe. Doch sie verlor in der Folge nur noch gegen Sonja Mahler und Uschi Müller, realisierte also elf Siege, was ausser ihr nur noch Günter Krämer schaffte. Claudia ist nun bestimmt für weitere Grosstaten bereit.

Timon, der Führende in der Elo-Liste, produzierte dagegen einen Fehlstart, der nach dem makellosen Sieg in München völlig unerwartet kam. Er verlor gegen Dietlind Linsel-Böttcher 425:450 und in Runde drei gleich nochmals knapp gegen Günter Krämer. In Runde 8 zeigte ihm Claudia die Meisterin in einem hochklassigen Duell mit 474:441, und gleich darauf tat es ihr Manuel Müller gleich mit überlegenen 428:343. Doch danach legte der gereifte Timon einen grandiosen Schlussspurt hin, der ihm Platz drei und die höchste Punktedifferenz von 1143 einbrachten. Nur noch einer knackte die Tausenderschwelle, Alexander Dings mit 1079. Vor Timon klassierte sich noch Günter Krämer, der nach etlichen vorderen Plätzen nun erstmals bei einem Mehr-Tages-Turnier in die Medaillenränge vorstiess. Gratulation auch zur Quali für Limburg!
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Aktuelles vom Nürnberger Trichter

22. Februar 2019

Sonntag, 24.02.19

Die Meistersieger von Nürnberg (v.l.): Günter Krämer, Claudia Aumüller, Ausrichter Hannes Dworak, Timon Boerner

13.00 Uhr – Siegerehrung

Die Teilnehmer bedankten sich bei Ausrichter Hannes Dworak durch herzlichen Beifall. Die Ankündigung, es werde im nächsten Jahr wieder einen Nürnberger Trichter geben, wurde mit Freude zur Kenntnis genommen.

Zuerst wurde Lokalmatadorin Hildegard Tronsberg als beste Einsteigerin für ihren 34. Platz geehrt – mit einem aktuellen Duden. Dies passt nach ihrer eigenen Aussage sehr gut, da sie daheim noch die 21. Ausgabe hat.

Dann wurden die Sieger geehrt: Claudia Aumüller setzte sich in der letzten Runde noch mit 497:382 gegen Nikolaus Ruzicska durch und stürmte an die Spitze. Dahinter platzierte sich Günter Krämer, der Stefan Merx mit 419:356 schlug. Beide haben sich damit noch für die Liga der Champions 2019 in Limburg qualifiziert. Auf den 3. Platz kam noch Timon Boerner, der mit +1143 auch noch eine atemberaubende Punktedifferenz aufweisen konnte.

11:35 Uhr

Vor der letzten Runde liegen mit Stefan, Claudia und Günter drei Spieler mit 10:3 Siegen an der Spitze. Im Spitzenduell obsiegte die Berlinerin mit 495:403. Günther Krämer sicherte sich die Siegchancen mit einem 434:367 gegen Nikolaus.

7:45 Uhr

Heute die drei letzten Runden. In Runde 12 wird Stefan von Nikolaus herausgefordert, Uschi Müller spielt gegen Günther Krämer.

Am Tabellenende haben alle Spieler inzwischen mindestens 2 Siege eingefahren. Die Überraschungssieger-Wertung führt Ulrike Biederer mit ihren Siegen aus den Runden 7 und 10 an.


Samstag, 23.02.19

23:10 Uhr

Ein Kreis von 12 Interessierten diskutierte die Speedscrabble-Regeln, die künftig durch Schrabble Deutschland e.V. empfohlen werden sollen. Zur Erprobung wurde dann ein Turnier (5 Runden CH) mit 10:00 Minuten Bedenkzeit gespielt. Es gewann Timon Boerner nach Stichkampf (3:00-Minuten-Partie !) gegen Alexander Dings.

Tabelle nebenstehend, Näheres zu den besprochenen Regeln folgt in einem eigenen Artikel.

 

Die o.g. Finalpartie wurde auf Video aufgezeichnet.

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Nürnberg: Premiere an historischem Ort

20. Februar 2019

Nürnberg spielt in der Geschichte des deutschsprachigen Scrabbles eine besondere Rolle. Die dort ansässige Firma „J.W. Spear & Söhne“ hatte 1958 die Lizenz u. a. für Deutschland erhalten und trug in der Folge wesentlich zur Verbreitung des Scrabblespiels hierzulande bei. Das in Nürnberg ansässige Deutsche Spiele-Archiv, zu dem auch ein Spears-Archiv gehört, kann dies bezeugen. Nicht zufällig fanden hier 1973 und 1974 die ersten Turniere statt, die sich „Deutsche Meisterschaften“ nannten, allerdings mit nur drei Spielrunden weniger Umfang hatten als der Freitags-Auftakt des neuen Turniers „Nürnberger Trichter“.

Das qualitativ und quantitativ starke Teilnehmerfeld mit dem Ranglisten-Ersten Timon Boerner an der Spitze umfasst auch vier Turnierneulinge, wobei Gero Illing als DM-Schiedsrichter bereits über Turniererfahrung verfügt.

Wer wird Nachfolgerin oder Nachfolger von Ruth Schmidt und Fritz Wellmann, die bei den Turnieren in den 70ern triumphierten? Wer schafft noch den Sprung zur Liga der Champions? Wir halten euch auf dem Laufenden: